Amy Winehouse: Prozess um Erbe entschieden
Mitch Winehouse scheitert vor dem High Court London: Seine Klage gegen Amy Winehouses Freundinnen Naomi Perry und Catriona Gourlay wurde abgewiesen. Alle Details zum Urteil.
Am 23. Juli 2011 trauerte die Welt um Amy Winehouse. Auf tragische Weise verstarb die Sängerin und ließ Millionen Fans fassungslos zurück. Dass ihr Leben von vielen Schwierigkeiten, auch familiärer Natur, geprägt war, ist bekannt. Doch auch nach ihrem Tod sollte es nicht wirklich ruhig werden. Immer wieder kam es insbesondere in Bezug auf ihr Erbe zu juristischen Streitigkeiten, die stets ein ähnliches Muster zeigten: Ihr Vater Mitch Winehouse gegen eine weitere Partei. In der jüngsten Episode aus diesem Kontext ging es um den Nachlass der Sängerin, aufgrund dessen ihr Vater gegen zwei ihrer besten Freundinnen vor Gericht zog. Nun gibt es Neuigkeiten rund um den Fall.
Worum ging es?
Mitch Winehouse ist der offizielle Nachlassverwalter seiner verstorbenen Tochter. Im Dezember 2025 warf er zwei engen Freundinnen der Künstlerin, Naomi Perry und Catriona Gourlay, vor, zu Lebzeiten Amy Winehouses etwa 150 ihrer persönlichen Gegenstände versteigert zu haben. Die Versteigerungen sollen bei Auktionen in den USA in den Jahren 2021 und 2023 stattgefunden haben. So zog der 75-Jährige vor den High Court in London und verklagte die beiden Frauen auf insgesamt 836.000 Euro.
Es ging unter anderem um ein seidenes Minikleid, das Amy Winehouse während ihres letzten Auftritts in Belgrad getragen hatte. Die beiden Freundinnen gaben an, die Gegenstände seien persönliche Geschenke der Musikerin gewesen. Die Fronten waren verhärtet – nun ist der Prozess allerdings entschieden.
Mitch Winehouse verliert
Am 20. April 2026 fällte das Gericht sein Urteil. Mitch Winehouse geht als Verlierer hervor: Seine Klage war erfolglos. Richterin Sarah Clarke urteilte: „Meiner Ansicht nach haben weder Frau Parry noch Frau Gourlay dem Kläger bewusst irgendwelche der strittigen Gegenstände vorenthalten, und selbst wenn ich mich darin irren sollte, hätte Herr Winehouse mit angemessener Sorgfalt herausfinden können, welche strittigen Gegenstände sich im Besitz der Beklagten befanden“, berichtet „Sky News“.
Statement von Naomi Perry
Naomi Perry war nicht nur eine enge Freundin von Amy Winehouse, sondern auch ihre Stylistin. Nach dem gewonnenen Rechtsstreit veröffentlichte sie ein Statement via Instagram, in dem sie Mitch Winehouse scharf kritisierte.
Sie erklärte, der High Court habe ihren Namen „eindeutig und vollständig rehabilitiert, nachdem Mitch Winehouse jahrelang schwerwiegende und unbegründete Anschuldigungen gegen sie erhoben hatte“.
Weiter hieß es: „Ich stand Amy als Freundin, kreative Partnerin und ihre Kostümdesignerin zur Seite. Was uns verband, beruhte auf Vertrauen, Loyalität und einer aufrichtigen Liebe zur Arbeit. Zu sehen, wie diese Beziehung so öffentlich falsch dargestellt wurde, war sowohl schmerzhaft als auch zutiefst ungerecht.“
Ob der Verlierer des Prozesses es dabei belassen wird oder Einspruch einlegt, wird sich zeigen.




