Hass-DMs öffentlich gemacht: Ikkimel kontert ihre Hater auf Instagram
Männliche Hasskommentare, öffentlich gepostet: Ikkimel lässt ihre Hater nicht schweigen – sie stellt sie auf Instagram bloß. Die Fotzenrap-Künstlerin kündigt zudem Album „Popstar“ für Mai 2026 an.
Auf Instagram postete Rapperin Ikkimel einen Beitrag mit Privatnachrichten, die sie von Männern erhalten hatte.
Dazu schrieb sie in die Caption: „Niemand empfindet so viel Hass gegen mich wie tiefgläubige Gutmenschen. Ich weiß, ihr seid nicht alle so. Das Muster ertrage ich trotzdem.“
Fotzenrap als feministisches Konzept
Die Rapperin ist bekannt für feministische Texte auf einer Mischung aus Hyperpop und Techno-Beats. Ihren Musikstil bezeichnet sie selbst als Fotzenrap. In ihren Songs singt sie provokant und ironisch über Sex, Drogen und Partys. Dabei haut sie gerne Textpassagen wie „Fußballmänner, alles Penner“ oder „Schnauze halten Leine an Schatz, jetzt sind die Weiber dran“ raus, welche Männer und insbesondere toxische Männlichkeit aufs Korn nehmen. In „Giftmord“ schmiedet sie sogar Pläne, wie man am besten Männer umbringen kann. Sie kehrt damit den männlichen Blick um und nutzt Schimpfwörter, die oft gegen Frauen verwendet werden, gegen Männer. So hat sie den Begriff „Fotze“ für Frauen reclaimed.
Kunstfigur mit politischer Haltung
Ihre Songs stehen für ihre Zuhörer:innen für Empowerment. Auch wird oft über Weiblichkeit und Frauenkörper gesungen, wie in „Keta und Krawall“: „Titten sind prall und mein Arsch ist rund.“ Bürgerlich heißt sie Gaby Melina Strauß. Ikkimel ist eine Art Kunstfigur, die überspitzt auf Misogynie aufmerksam machen möchte. Das bedeutet laut Aussagen der Künstlerin jedoch nicht, dass sie als Privatperson nicht genauso links und feministisch ist wie in ihrer Musik.
Trotzdem gibt es Stimmen, die der Meinung sind, ihre Texte gingen zu weit und würden Drogenmissbrauch und Sexualisierung verherrlichen.
Männlicher Backlash als Dauerthema
Ihre Hater sind zum Großteil Männer. Sie stempeln ihre Musik als männerfeindlich ab, weshalb immer wieder Hasskommentare auf die Rapperin einprasseln.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Ikkimel dagegen wehrt. Bereits am 22. April veröffentlichte sie einen Beitrag mit den Feindseligkeiten, die sie regelmäßig zugeschickt bekommt. Auch auf Konzerten ruft sie immer wieder zu einem Aufbegehren gegen toxisch männliches Verhalten auf. Mit ihrem neuen Instagram-Post zeigt sie ihren Fans erneut, wie sie regelmäßig Backlash aufgrund ihrer Musik bekommt.
Kreativer Antrieb statt Resignation
So ganz ernst nimmt sie das Ganze allerdings nicht. Ihrer Linie bleibt sie weiterhin treu. Die Kommentare helfen ihr vielmehr dabei, weiteren kreativen Anstoß für Songs gegen Männer zu erschaffen.
Neues Album „Poppstar“ im Mai 2026
Bald erscheint auch ein neues Album. „Poppstar“ soll bereits am 16. Mai 2026 veröffentlicht werden. Dort werden vermutlich wieder zahlreiche Anspielungen auf frauenfeindliches Verhalten von Männern aus den Lyrics sprechen.




