Philipp Jung ist tot: M.A.N.D.Y.-Mitgründer in Costa Rica gestorben
Philipp Jung, Mitgründer von M.A.N.D.Y. und Get Physical Music, soll in Costa Rica gestorben sein. Mit „Body Language“ prägte er eine ganze Ära der House-Szene.
Die internationale Clubszene trauert um Philipp Jung. Der DJ, Produzent und Mitgründer von M.A.N.D.Y. sowie des Labels Get Physical Music soll in Costa Rica gestorben sein.
Das berichtet der Berliner Radiosender 106.8 pure fm unter Berufung auf Thomas Koch alias DJ T., einen langjährigen Weggefährten Jungs. Eine offizielle Mitteilung von Familie, Management oder Get Physical Music stand zunächst aus.
„Er war einer meiner besten und längsten Freunde. Das haut mich gerade um“, sagte Koch gegenüber pure fm.
Philipp Jung prägte den Sound der 2000er-Jahre
Gemeinsam mit Patrick Bodmer gründete Philipp Jung das Duo M.A.N.D.Y., das seit den frühen 2000er-Jahren zu den bekanntesten Namen der deutschen House-Szene zählte. Internationale Aufmerksamkeit erhielt das Projekt vor allem mit „Body Language“, einer Zusammenarbeit mit Booka Shade. Der Track wurde schnell zum festen Bestandteil vieler Clubnächte und gilt bis heute als einer der prägendsten House-Releases seiner Zeit.
Jung und Bodmer standen für einen Sound, der House, Minimal und melodische Clubmusik verband. Ihre Sets führten sie durch Clubs und Festivals auf mehreren Kontinenten.
Get Physical wurde zum zentralen Label der Szene
2002 gehörte Philipp Jung zu den Mitgründern von Get Physical Music. Neben Patrick Bodmer waren auch DJ T., Booka Shade und Peter Hayo beteiligt. Das Berliner Label veröffentlichte in den folgenden Jahren Musik zahlreicher internationaler Produzenten und entwickelte sich zu einer wichtigen Adresse für elektronische Clubmusik.
Gerade in den Nullerjahren beeinflusste Get Physical die Entwicklung der globalen House-Szene erheblich. Viele Releases des Labels fanden ihren Weg aus kleinen Clubs direkt in internationale Charts und Festival-Line-ups.
Rückzug nach Costa Rica
Philipp Jung lebte zuletzt in Costa Rica. Auch dort blieb er musikalisch aktiv und arbeitete weiterhin als DJ und Produzent.







