Die FIFA-Halbzeitshow beim WM-Finale: Elf Minuten für sechs Weltstars
Madonna, Shakira, BTS und jetzt auch Justin Bieber: Bei der FIFA-Halbzeitshow performen Weltstars in nur elf Minuten.
Wie viel Zeit braucht man, um eine sensationelle Halbzeitshow abzuliefern? 30 Minuten oder doch nur 20? Die Antwort bisheriger Halbzeitshows beim Football oder der Klub-WM lag immer zwischen den beiden Zahlen, doch dieses Jahr soll bei der WM alles anders werden.
In sage und schreibe 11 Minuten wird versucht, die größten Acts der Musikbranche unterzubekommen, und jetzt wurde auch noch Justin Bieber angekündigt. Aber inwieweit sollen alle Künstler:innen in so kurzer Zeit performen, und wird die Show mit Live Aid verglichen?
Enges Programm bei nur 15 Minuten Pause
Klar ist: Wenn jeder Artist einen vollen Song von sich performen sollte, reicht die Zeit nicht, denn im Line-up sind neben den Haupt-Acts Madonna, Shakira, BTS und Justin Bieber auch noch Burna Boy, Coldplay und ein New Yorker Grundschulchor dabei. Puh, somit hat jeder Act Pi mal Daumen 1 bis 2 Minuten Spielzeit. Dass die Halbzeitshow nur 11 Minuten andauert, liegt daran, dass eine Halbzeitpause nur 15 Minuten geht. Es scheint also logisch, dass sich die Acts in diesen Zeitslot quetschen müssen – erwartet wurde das allerdings nicht von allen, da die FIFA erst bei der Klub-WM eine 24-minütige Halbzeitshow abhielt.
Jedoch konnten die Gemüter beruhigt werden, dass die Spielregeln nicht ein weiteres Mal ausgedehnt werden. Organisator Hugh Evans versicherte, dass die Halbzeitshow mit Auf- und Abbau nur 15 Minuten andauern werde. Das ist evtl. sportlicher als das Spiel selbst. Zusätzlich werde der Rasen unversehrt bleiben. Es wäre auch zu witzig gewesen, wenn Infantino erstmal ein paar Bolzen in den Rasen schießen würde, um eine Bühne für seine musikalischen Acts zu schaffen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Es bleibt also abzuwarten, ob Justin Bieber nach einer Minute abrupt das Mikro zu Shakira rüberschmeißt oder ob Chris Martin alle dazu verdonnert, zusammen die amerikanische Hymne zu singen.
Wohltätigkeit statt Profitgier?
Wer jetzt aber daran denkt, dass die FIFA ihre Bühne egozentrisch für Werbedeals und Profit nutzt, liegt ganz falsch. Es sollen nämlich Spenden für einen guten Zweck gesammelt werden. Zum Glück, sonst hätte man noch denken können, die FIFA mache alles aus Geldgier. Dabei ist es fast so krass wie Live Aid. Was!? Ja, Organisator Hugh Evans verglich es tatsächlich mit Live Aid. Genauer gesagt sei dies die „größte Ansammlung von Künstlern für einen guten Zweck seit dem Konzert von Live Aid im Jahr 1985“, wie Evans laut „Tagesschau“ sagte. Insgesamt sollen circa 100 Millionen Euro gesammelt werden, was bei den Ticketpreisen des Finales wohl kein allzu großes Ziel ist.






