Lorde beim Lollapalooza Berlin: Spielt sie auch alte Songs?
Beim Lollapalooza Berlin zeigt Lorde, wie sie 13 Jahre Karriere in ein einziges Set packt.
Wer sich an Lorde noch als Teenage-Star von „Ribs“ und „Royals“ erinnert, sieht die Neuseeländerin vor dem inneren Auge vielleicht noch im Jahr 2013 mit dunklem Lippenstift, Lockenmähne und schwarzem Lidstrich. Die Sängerin schaffte es mit „Virgin“ 2026 wieder in die Charts, und allein ihre Stimmfarbe weckt nostalgische Erinnerungen.
Am 19. Juli spielt die Sängerin nun auf dem Lollapalooza Berlin. Damit macht sie das Throwback-Line-Up des Lollas neben Zara Larsson, Pitbull und Lily Allen rund. Darf man von ihr erwarten, lediglich auf der Erfolgswelle der neuen Songs zu reiten, oder wird sie auch Nostalgie mit auf die Bühne bringen?
Vier Alben und ein Headlines-Set
Nach mehr als 13 Jahren in der Musikindustrie haben sich einige Songs in Lordes Diskografie angesammelt. Mit ihrem Album „Pure Heroine“ beschrieb die Neuseeländerin die ersten stolprigen Schritte des Berühmtwerdens mit gerade einmal 15 Jahren und prägte damit einen introspektiven Sound einer ganzen Teenager-Generation. Auf „Melodrama“ verschärfte sie die Mischung aus Party-Nächten und Melancholie zu einem Soundtrack des Erwachsenwerdens. Mit „Solar Power“ durchbrach sie dann 2021 ihre Ästhetik mit Sonnenstrahlen, Meer und Akustik-Gitarren.
Nun kehrte sie durch „Virgin“ wieder näher an den Elektro-Sound ihrer Anfangsstunden zurück. Über all diese Etappen verteilt haben Fans Lieblingstracks gekürt und Erinnerungen zu den Liedern erschaffen. Doch für vier Alben ist selbst auf einem Headliner-Set kein Platz. Müssen die Lorde-Anhänger:innen nun um alte Schätze auf Kosten des neuen Erfolgs bangen?
Einmal mit allem
Lorde wäre nicht Lorde, wenn sie keinen Raum für Nostalgie lassen würde. Wer einen Blick auf die Setlists ihrer bisherigen Festival-Termine wirft, dem wird klar: Wer bei Lorde bestellt, bekommt einmal mit allem und scharf. Natürlich sind da die neuen Songs vertreten, klar, auch „Royals“ und „Green Light“ haben es drauf geschafft. Nur das eher unterrepräsentierte Album „Solar Power“ wird nur mit dem Song „Oceanic Feelings“gewürdigt. Dafür würzt sie mit „Girl, so confusing“, ihrem Feature mit Charli XCX, nach.
Irgendeinen Liebling werden die Fans trotzdem immer vermissen. Obwohl das neue Album Lordes Programm deutlich dominiert, wird sie jedoch besonders Songs wie „Ribs“ und „Team“ würdigen, die ihr den Fame eingespielt haben.
Setlist
Wer sich also nicht länger auf die Folter spannen lassen möchte und den Überraschungseffekt nicht als Teil des Erlebnisses sieht, der kann sich hier bereits von Lordes potenzieller Setlist inspirieren lassen, die von ihrem Auftritt in Nîmes am 13. Juli stammt.
- Intro
- Royals
- What Was That
- Broken Glass
- Perfect Places
- Shapeshifter
- Buzzcut Season
- Favourite Daughter
- The Louvre
- Current Affairs
- Hard Feelings
- Oceanic Feeling
- Liability
- Hammer
- Supercut
- Team
- Man of the Year
- Girl, so confusing (Charli-XCX-Cover)
- Green Light
- David
- Ribs






