V&A weigert sich, Margaret Thatchers Kleidung auszustellen

Verscherbelt: Statt im Museum landen die Kleider Margaret Thatchers nun im Auktionshaus.

Das Londoner Victoria & Albert Museum ist bekannt für seine modischen Retrospektiven. Unter dem Titel Savage Beauty gab es dort zuletzt Highlights aus dem Schaffen Alexander McQueens zu sehen, 2014 einen Rückblick auf den Stil David Bowies. Zusammen lockten die Ausstellungen knapp eine Million Besucher an.

Nun weigerte sich das Museum, das modische Vermächtnis der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatchers zu zeigen. Wider Erwarten aber lautete die Begründung nicht, dass Thatcher einfach ein übler Mensch war. Laut eines Sprechers stelle das V&A vorrangig Mode aus, die durch übermäßige ästhetische oder technische Qualität besticht. Thatchers Sammlung hingegen sei lediglich von sozialhistorischem Wert. Shade.

Nach der Absage entschlossen sich die Kinder Thatchers, die etwa 300 Teile zur Auktion freizugeben. Den Auftrag übernimmt das Londoner Auktionshaus Christie’s. Fraglich bleibt dabei, wie groß der Gewinn der Kids dabei ausfallen wird. Schließlich landete zum Tod der Baroness im Jahr 2013 der Klassiker Ding-Dong! The Witch Is Dead aus dem „Zauberer von Oz“ kurzzeitig wieder auf Platz 1 der englischen Charts. Vielleicht ein Hinweis darauf, wie viel Sympathie das Land für die Dame inzwischen noch übrig hat.

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