Kings of Leon haben eine langweilige Springsteen-Ballade geschrieben

Aber keine Sorge: Auf dem siebten Album der Kings of Leon befinden sich auch mindestens zwei halbwegs veritable Rocksongs. Mitklatschbare Stadionrocksongs, versteht sich.

Die Kings of Leon stecken bereits mitten in der Promophase ihres neuen Albums WALLS. Der Leadsingle „Waste a Moment“ haben sie ein absurdes Video verpasst, beim Headliner-Auftritt auf dem Lollapalooza Festival bewiesen sie, wie brav Rockmusik heutzutage sein kann. Und nun, während eines TV-Auftritts in der britischen Sendung „Later With Jools Holland“, haben sie einen weiteren neuen Song präsentiert: Der Titelsong „Walls“ funktioniert in seiner vorhersehbaren Dramaturgie und der Springsteen’esken Roadmovie-Behäbigkeit wie ein Rausschmeißer, nach dessen Genuss man nur noch schlafen will. Wie passend, dass „Walls“ auch das gleichnamige Album beschließt.

„Consequence of Sound“ kommentiert „Walls“, dessen gezupfte Akustikgitarre, Klaviereinsatz und das bis auf dezentes Imitieren eines Herzschlags abwesende Schlagzeug wie folgt: „It’s also probably the most boring thing Nathan Followill has ever had to play.“ Aber keine Sorge: Auf dem siebten Album der Kings of Leon, das am 14. Oktober erscheint, befindet sich sonst kaum eine Ballade – und mit besagtem „Waste a Moment“ und dem schnelleren „Find Me“ gar mindestens zwei halbwegs veritable Rocksongs. Mitklatschbare Stadionrocksongs, versteht sich.

 

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