13 Acts, die wir auch nach ihrem Mainstream-Durchbruch gut finden


In den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren konnten wir zunehmend ein Phänomen beobachten: So reflexartig, wie wir vom Musikexpress erfolgreiche Bands angeblich per se scheiße finden, werden auch die entsprechenden Vorwürfe laut. Bei unserem Verriss von U2s „Apple-Album“ SONGS OF INNOCENCE war das so, bei unseren Rezensionen über Mumford & Sons‘ WILDER MINDMuses DRONES und Paul Kalkbrenners 7 kaum anders. Bei André Boßes Kritik zum neuen Editors-Album VIOLENCE verhält es sich genauso.

Schon im ersten Stück gibt’s diese Chöre wie aus einem Motivationsseminar, die einst Coldplay mit „Viva La Vida“ ins Spiel gebracht haben und auf die heute alle bauen: Giesinger, Forster, Editors.

Gepostet von Musikexpress am Sonntag, 11. März 2018

Solche Vorwürfe stimmen uns natürlich nachdenklich: Ist da was dran? Ist der Musikexpress, unbemerkt von seiner eigenen Redaktion, zu einem versnobten Möchtegern-Indie-Checkerblatt geworden? Eines, dessen Autoren die Nase rümpfen, sobald eine Band mehr als 1000 Platten und Konzertkarten verkauft? Auch die Kings Of Leon und Coldplay finden wir ja heutzutage doof!

Nach kurzem Innehalten glauben wir sagen zu können: Nein, so ist das nicht. Es ist alles ganz anders, wir können das erklären. Quatsch, haben wir ja schon: Es ist nämlich so, dass besagte Bands unserer Meinung nach wirklich schwächere Alben als in ihrer Vergangenheit herausgebracht haben. Wie sehr eine solche Entwicklung mit zunehmendem kommerziellen Erfolg einhergeht, können wir an dieser Stelle nicht ausdiskutieren.

Wir können aber den Gegenbeweis antreten. Und präsentieren deshalb völlig unironisch: 13 Acts, die wir auch nach ihrem „kommerziellen Durchbruch“ gut finden – oben in der Galerie. Keine Sorge: Radiohead haben wir ausgespart.

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