Doppeldenker

Sie gelten als zwei der ausgeprägtesten Egomaniaks, die die einheimische Popszene zu bieten hat: Miko (blond und Biest) und Joe Mubare (Bart und Brille). Daß sie mal mit irgendwem im Duett singen würden, hätten sich beide nie träumen lassen. Aber genau das ist jetzt passiert, die erste gemeinsame Single trägt den sinnigen Titel „One Tongue“. Miko und Mubare sprechen tatsächlich mit „einer Zunge“, sind sich vollkommen einig in ihren Ansichten über Musik im Allgemeinen und Pop aus Deutschland im Besonderen. Da habe es zwar gute Musiker, findet Miko, „die sind aber wenig um Inhalte und Hintergründe bemüht, mit denen kann man nicht mal über die oberflächlichsten Texte reden. Weil keiner bereit ist, materielle Einbußen auf sich zu nehmen, findet notgedrungen eine freiwillige Selbstkontrolle statt. Keine gute Zeit, sich künstlerisch zu entfalten. „Joe und Miko geht es in erster Linie um die „authentische Wiedergabe von Gefühlen“— Sounds und Stile halten sie für zweitrangig. Doch so einig sich das ungleiche Paar in der Theorie war, so schwer ließ sich die ungebremste Emotionalität in die Praxis umsetzen. Und so bleibt’s vorerst bei der Single (Titel der B-Seite: „Enough Is Enough“).

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.