History

In seinen glorreichen Tagen etablierte sich James Brown als Wegbereiter des R’n’B, als Soul-Kreuzzügler von Gottes Gnaden. Der „Godfather Of Soul“ steht seit nahezu fünf Dekaden auf der Bühne – seine Show scheint niemals zu enden. Selbst dann nicht, wenn er wegen eines stimulierenden Pülverchens, renitenten Verhaltens mit Schusswaffen oder für tätlichen Angriff auf seine ungefähr halb so alte Ehefrau in den Knast wandert. Ein Umstand, der sich wie ein roter Faden durch die spannende Vita des angeblich am 3. Mai 1928 in Barnwell, South Carolina, geborenen Brown zieht. Der Idealtyp des afroamerikanischen Kulturhelden – vom Tellerwäscher zum Besitzer von Rundfunk- und Fernsehsendern, Musikverlagen, einer Plattenfirma sowie einer Restaurant-Kette -, der mit 16 Jahren zum ersten Mal hinter Gitter wanderte und von Langzeitfreund Bobby Byrd rausgehauen und in dessen Gospelband integriert wurde, rappelte sich trotz zahlreicher Rückschläge immer wieder auf. Zum Durchbruch kam es – nach landesweiten Erfolgen mit „Please, Please, Please“, „Try Me“. „Nighttrain‘ und „Prisoner Of Love“ – im Dezember 1962 mit dem Konzertmitschnitt „Live At The Apollo“. Im weiteren Verlauf erfand Brown mit „I Feel Good“ das Trademark „Soul“, dann mittels „Sex Machine“ die knochentrockene Variante Funk und galt bis weit in die Siebziger hinein als Pionier. Der Trendwende Disco konnte der Showman nichts abgewinnen, obwohl er ein Album vollmundig „The Original Disco Man“ betitelte. Seit den Achtzigern dümpelte der korpulent gewordene Sänger mehr schlecht als recht durch die von Hip-Hop dominierte Black-Music-Szene. Hochbetagt tourt Brown sich heute noch immer den Arsch ab und veröffentlicht – wenn auch zumeist uninspirierte – Platten

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