Hey Gravity! – Punk mit Pop-Appeal soll den ehemaligen M.A.S.S.-Mitgliedem einen zweiten Frühling bescheren.

Vor ein paar Jahren hatten ein paar Garagenrocker aus London als M.A.S.S. ihre 15 Minuten Ruhm-wohl nicht zuletzt, weil der legendäre Radio-DJ John Peel einen ihrer Songs, „Hey Gravity“, auf seiner Jahres-Bestenliste hatte. Inzwischen heißt die ganze Band so. Warum der Namenswechsel? Die Besetzung ist schließlich fast gleich – nur Gitarrist Jonny Greens Posten wurde von Anna Hall besetzt. Während Sängerin Justine Berry von der Chemie zwischen ihr und ihrem neuen Gegenüber schwärmt, erklärt Bassist Stuart Macmillan den Neuanfang pragmatisch: „Unseren früheren Namen konnte man kaum googlen, dafür stößt man jetzt auch auf M.A.S.S., wenn man Hey Gravity eingibt. Außerdem hatten wir das Gefühl, dass wir mit M.A.S.S. in einer Genre-Schublade feststecken. Es ist mit dem neuen Namen leichter, mehr als nur geradlinigen Rock’n’Roll zu spielen.“ Geradlinig ist ihr Pop-Punk zwar geblieben, doch ihre Herangehensweise ans Songschreiben ist definitiv anders-der Sound ist poppiger und eingängiger. Die Songs ihres Debüts Risen sind abwechslungsreich und bleiben doch schnell hängen. Kein Wunder, dass die Band zu M.A.S.S.-Zeiten als Vorband für die unterschiedlichsten Künstler-für Peaches, Muse und die Libertines- auf der Bühne stand. Inzwischen zitiert die Band von Blues bis zu New Wave viel, bringt aber kaum Neues. Wenigstens baut sie knackige Songs aus ihren Zitaten.

Hey Gravity! – Risen (Dad/Neo/SonyBMG Dist.)

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