Aerosmith – A Little South Of Sanity

Hand aufs Herz, wer braucht eigentlich ein Doppel-Live-Album von Aerosmith? Die Plattenfirma. In diesem Fall Geffen. Bei eben jenem Label standen die Herrschaften nämlich bis vor kurzem noch unter Vertrag. Dann wechselte man kurzerhand zur Sony. Allerdings unter der Bedingung, noch eine Platte für Geffen abzuliefern. Und die ist – Überraschung – nun ein Live-Mitschnitt geworden. So weit, so schlecht. Kommen wir nun zu wichtigeren Dingen, wie zum Beispiel dem Tracklisting. Das läßt keine Fragen offen und listet so ziemlich alle Hits, die den Toxic Twins Perry und Tyler und ihren vielen Ghostwritern je aus der Feder geflossen sind. Angefangen bei „Dude (Looks Like A Lady)“ und „Sweet Emotion“ über“Livin‘ On The Edge“ und „Janie’s Got A Gun“ bis hin zu „Cryin“‚ und „Falling In Love (Is Hard On The Knees)“, dem einzigen Track vom aktuellen Werk „Nine Uves“. Nein, die aktuelle Single „I Don’t Want To Miss A Thing“ ist nicht drauf. Dafür hat’s noch Gassenhauer wie „Walk This Way“ und das unvermeidliche „Dream On“. Das wäre dann alles auch ganz okay, würde die Aufnahmequalität nicht derartig zu wünschen übrig lassen. Hier kann wirklich jedes zweitklassige Bootleg mithalten. Man sollte annehmen, daß 1998 mehr möglich ist. Gleiches gilt leider auch für die Gesangsleistung von Herrn Tyler. Macht unterm Strich 2 Sterne.

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