Alben der Woche: 18. – 24. Juni 2012

Platte der Woche: Metric – Synthetica
„I’m just as fucked up as they say. I can’t fake the daytime, I found an entrance to escape into the dark“, singt Emily Haines zu Beginn des fünften Metric-Albums. Und darum geht es auf Synthetica, um Realität, die verschiedenen Arten der Wahrnehmung und um Eskapismus. Haines ist auch schon 38 und damit alt genug, Antworten auf existenzialistische Fragen zu suchen, die man für gewöhnlich in der Midlife-Crisis so hat. Die kanadische Band verdankt ihre Bekanntheit dem 00er-Jahre-Indie-Rock-Revival, das sie eher zufällig an die Oberfläche gespült hat. Dass Metric immer noch da sind und dass Metric immer noch gut sind, hat einen Grund: Die Band hat ihre Alleinstellungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz nicht auf dem Altar des Jetzt-wollen-wir’s-aber-mal-so-richtig-wissen geopfert.“ (ME-Autor Albert Koch)

D
Digitalism – DJ Kicks

K
Kasabian – Live! – At The O2

L
Linkin Park –  Living Things

M
Maroon 5 – Overexposed       

O
The Offspring – Days Go By        

S
Scissor Sisters – Magic Hour
The See See – Fountayne Mountain
The See See, die neue Band von Richard Olson, dem ehemaligen Chef von Eighteenth Day Of May, jedenfalls huldigt auf dem zweiten Werk zwar immer wieder den sonnig flirrenden Gitarrenharmonien, die sich The Byrds in den Sixties haben patentieren lassen. Aber dann erforschen sie auch sehr intensiv, was später daraus wurde, wie die Drogen härter, die Riffs schwerer und die Tasten der Orgel zu LSD wurden, wie immer mehr Rückkopplungen durch den Wohlklang brachen, schließlich die Sonne schwand und die Melancholie der Depression Platz machte. Dass sich The See See nicht entscheiden wollen, welche Seite dieser Medaille sie bevorzugen, führt einerseits zu solch wundervoll unbeschwerten Song wie „Fix Me Up“, aber eben auch zu dem sich direkt anschließenden „Painted Blue“.“ (ME-Autor Thomas Winkler)

The Smashing Pumpkins – Oceania
„Das hier versammelte Material, vor allem „ Panopticon“, hätte mit Chamberlin in der Band und einem wuchtigeren Sound durchaus sehr gut werden können. Generell werden ja die Smashing Pumpkins als Metal-Band bis heute unterschätzt. Hier gibt es aber leider wieder zu viel „Mellon Collie“-Kleinkünstelei, erneut allerlei exotische Arrangements, Umbauten innerhalb eines Lieds,  zwischendrin sogar U2-Gitarren („Pinwheels“ ). Corgan hätte vielleicht lieber etwas mehr Led Zeppelin hören oder sich ein zweites Mal durch den Kopf gehen lassen sollen, ob er wirklich Streicher benutzen will, die wie aus dem Computer klingen.“ (ME-Redakteur Sassan Niasseri)

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