Ausverkauf im Spiel zeugmuseum

Eigentlich ungerecht, wie die USA mit ihrem einstmals größten Pop-Märchenprinzen umspringen: In die Sumpflöcher der Banken und Konzerne, deren Inhaber sich auf Kosten der Bevölkerung Traumschlösser bauen ließen, pumpt man tausende Milliarden, aber der „King of Pop“ muss ohne Rettungsschirm sehen, wo er mit seinen Schulden bleibt. Ein knappes Jahr nach der gerade noch mal verhinderten Zwangsversteigerung seiner Neverland-Ranch muss sich Michael Jackson nun von einem Großteil des dort angehäuften Inventars an Kitsch und Nippes trennen: Von 21. bis 25. April versteigert das Auktionshaus Julien’s alles, was Jackson für lebensunnötig genug empfindet, um sich damit vor dem Gerichtsvollzieher zu retten, vom geflochtenen Holzstuhl über das Grundstückstor bis zum chic glitzernden Diamanthandschuh. Wie arg die Geldnöte des 50-Jährigen sein könnten, zeigt sich an den erwarteten Erlösen der Ramschteile, die bei etwa 100 Dollar anfangen. Um die 5.000 Dollar soll das elektrische Golfwägelchen bringen, dessen Motorhaube Jackson mit einem Bild seiner selbst als Peter Pan (kleines Bild) verzieren ließ.

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