Avicii erobert posthum deutsche Single-Charts

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Am 20. April 2018 starb DJ und Produzent Avicii im Alter von nur 28 Jahren in einem Hotel in Maskat, Oman. Die Musikwelt befindet sich noch immer im Schock, zahlreiche Musiker kondolierten dem schwedischen Musiker, der sich vor zwei Jahren aus dem Live-Geschäft zurückgezogen hatte. Das tat seiner Popularität jedoch keinen Abbruch – was sich auch jetzt, in den Tagen nach seinem Tod, zeigt.

Wie das Marktforschungsunternehmen GfK ermittelte, sind derzeit zehn Songs des Schweden in den deutschen Top-100-Singlecharts vertreten. Die höchste Platzierung belegt „Wake Me Up“, das es im gesamten deutschsprachigen Raum unter die ersten fünf Plätze geschafft hat. Dahinter finden sich weitere Avicii-Hits, wie „Levels“ und „Hey Brother“.

Avicii dominiert auch Vinyl-Charts

Überraschend: In den offiziellen Vinyl-Charts hat der Musiker posthum sogar die Spitze erklommen. Sein Album STORIES belegt den ersten Platz, seine Platte TRUE den vierten Rang.

Am Montag hat sich die Familie Tim Berglings, wie Avicii mit bürgerlichem Namen hieß, erstmals in einem Statement zum Tod des Musikers geäußert und sich für die Anteilnahme bedankt. Dabei erwähnte sie ausdrücklich die Momente des Gedenkens beim Coachella-Festival sowie die niederländischen Kirchglocken-Interpretationen. Das komplette Statement, das auf Englisch veröffentlicht wurde, könnt Ihr hier lesen:

„We would like to thank you for the support and the loving words about our son and brother. We are so grateful for everyone who loved Tim’s music and have precious memories of his songs.

Thank you for all the initiatives taken to honor Tim, with public gatherings, church bells ringing out his music, tributes at Coachella and moments of silence around the world.

We are grateful for the privacy during this difficult time. Our wish is that it continues that way.

With love,

The Tim Bergling Family“

Weiterhin Schweigen zur Todesursache von Avicii

Die für Fans drängendste Frage – die nach der Todesursache von Avicii– löst die Familie Bergling mit ihren Statement nicht. Zwar scheint es als gesichert, dass Avicii kein Opfer eines Verbrechens wurde, doch woran der gerade einmal 28-jährige DJ und Produzent am 20. April in Maskat, Oman, verstorben ist, bleibt für die Öffentlichkeit weiter ein Rätsel. Der Polizei hingegen ist angeblich bekannt, was passiert sei.

Avicii litt bis zuletzt unter schweren gesundheitlichen Problemen und an einer Pankreatitis, einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Auch die Gallenblase wurde ihm in der Vergangenheit entfernt. Im Oman soll Avicii Urlaub mit Freunden gemacht haben. Über in der EDM-Szene nicht unüblichen Drogenmissbrauch oder Burnout wird seit der Todesmeldung ebenfalls spekuliert, Avicii soll zeitweise viel Alkohol konsumiert haben. 2016 zog er sich von Live-Auftritten zurück.

Avicii arbeitete in seiner Karriere unter anderem mit David Guetta, Daft Punk, Coldplay, Brandon Flowers und Leona Lewis zusammen. Er veröffentlichte drei Studioalben, drei EPs und etliche weitere Tracks. „Wake Me Up“, an dem übrigens auch Incubus-Gitarrist Mike Einziger mitschrieb, verkaufte sich allein in Deutschland über eine Million Mal und wurde zu einer der erfolgreichsten Singles seit 40 Jahren.

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