Big Mac of Music


Nach längerer Pause feiert Mick Fleetwood mit seiner Band ein großes Comeback

Kiss,die Sex Pistols, auch Fleetwood Mac. Was war der Beweggrund für diese neue Reunion?

Natürlich hielten uns Geschäftsmänner eine saftige Dollar-Karotte vor die Nase. Aber Geld war nur ein zweitrangiger Grund. Lindsey (Buckingham) und ich arbeiteten über ein Jahr an Lindseys Soloprojekt. Zuvor hatten wir ewig nicht miteinander geredet. Er war sauer, weil ich immer stoned und wild war. Und ich war sauer, weil er die Band im Stich gelassen hatte. Aber wir begruben den Streit, verstanden uns besser als je zuvor und holten irgendwann auch noch die anderen dazu.

Welche Pläne hat die Band jetzt?

Nach Möglichkeit wollen wir ein neues Studioalbum einspielen und dann auf Welttournee gehen. Vorausgesetzt, man will uns sehen, und die Veranstalter bezahlen genug. Wir sind ja nicht billig. Schließlich sind wir keine Garagenband.

Sie haben sich mit lindsey vor allem wegen unterschiedlicher Persönlichkeitsbilder nicht verstanden. Wer hat sich geändert?

Wir alle haben uns verändert, ich besonders. Ich war 15 Jahre voll auf Kokain, trank zwei Flaschen Brandy am Tag, bestellte Dealer an alle Flughäfen dieser Welt und schluckte jede Menge Schlaftabletten. Die Zeiten sind vorbei. Seit sechs Jahren bin ich – abgesehen von ein bis zwei gelegentlichen Gläsern Wein – trocken. Ich bin ruhiger geworden, und Lindsey ist zugänglicher geworden.

Was haben Sie in den erwähnten sechs Jahren denn so gemacht?

Ich habe eine Kneipe in Washington aufgemacht. „Fleetwood’s“, das ist ein Jazz und Blues-Club. Außerdem habe ich vor zwei Jahren wieder geheiratet.

Welche Ziele haben Sie noch?

Ich möchte mehr als Schauspieler arbeiten. Irgendwann würde ich wirklich gern den Ebenezer Scrooge in Dickens „A Christmas Carol“ spielen.