„Bohemian Rhapsody“ und „Rocketman“: Was das Regie-Chaos mit dem Film über Elton John zu tun hat

„Bohemian Rhapsody“ läuft seit einigen Tagen weltweit erfolgreich in den Kinos, Rami Malek erweckt Queen-Sänger Freddie Mercury in einem eher durchschnittlichen Film wieder zum Leben. Was bei den Interviews, der Berichterstattung und der Gala-Premiere in London untergeht, ist das Regie-Chaos hinter der Band-Biografie. Denn wenn Bryan Singer im Abspann des Films als Regisseur genannt wird, dann ist das nur die halbe Wahrheit.

Singer kehrte nicht mehr zum Set zurück

Bryan Singer, 53.

Bryan Singer gelang 1995 mit „Die üblichen Verdächtigen“ der große Durchbruch, damals verhalf der Regisseur Kevin Spacey zu dessen erstem Oscar. Singer inszenierte danach „Der Musterschüler“, einige Filme der „X-Men“-Reihe sowie „Operation Walküre“ mit Tom Cruise als Stauffenberg. Bei all dem Erfolg war Bryan Singer aber auch als aufbrausender Exzentriker am Set bekannt, Gerüchte über sexuelle Vergehen und sogar Anzeigen beschädigten weiter seinen Ruf. Während des Drehs zu „Bohemian Rhapsody“ kam es dann zum Bruch zwischen dem Studio 20th Century Fox und Bryan Singers Produktionsfirma. Die Dreharbeiten waren noch lange nicht beendet, da kehrte Singer, 53, nach einigen freien Tagen nicht mehr zum Set zurück.

Am 1. Dezember 2017, weniger als ein Jahr vor Kinostart, stoppten die Produzenten den Dreh von „Bohemian Rhapsody“. Regisseur Singer „war plötzlich nicht mehr verfügbar“, die Gründe dafür sind bis heute nicht komplett geklärt. Ein Notfall in der Familie sei laut Singer der Grund gewesen, warum er dem Set länger als geplant fernblieb. Ein Elternteil des Regisseurs sei erkrankt, dies beteuerte Singer später auf Twitter. Die genauen Gründe für Singers Verschwinden vom Set sind aber noch nicht endgültig geklärt, immerhin mehrten sich vor einem Jahr im Rahmen der #metoo-Debatte abermals Vorwürfe gegen den Regisseur. Des Weiteren hat 20th Century Fox nicht nur einen neuen Regisseur für „Bohemian Rhapsody“ engagiert, sondern direkt Singers Produktionsfirma vom Studiogelände geworfen.

Dexter Fletcher

Jason LaVeris FilmMagic
Tristan Fewings Getty Images


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