Boom Box: Vine-Kenner kennen O.T. Genasis‘ „CoCo“

Früher, in der guten alten Zeit, lief das so: Man stellte ein Video auf YouTube, und wenn es den Leuten gefiel, kauften sie das Lied bei iTunes. Heute läuft das eher so: Man stellt ein Video auf YouTube. Jemand schneidet daraus die besten sechs Sekunden zusammen und lädt sie bei Vine hoch. Dann drehen alle am Rad, klicken zurück zu YouTube, hören das Lied einfach dort, und irgendwann wird man dann reich (oder auch nicht.)

Für die Rapper Bobby Shmurda und OG Maco jedenfalls hat das prima funktioniert. Ihre Songs „Hot Ni**a“ bzw. „U Guessed It“ wurden erst virale Gags und dann echte Hits. Nun lauert das nächste Meme-Monster in deiner Timeline. Das mit dem Baking Soda. Das mit dem Afro-Akzent. Das mit Busta Rhymes.

Aber der Reihe nach: O.T. Genasis stammt ursprünglich aus Long Beach, CA, der Heimat von Snoop Dogg. 2012 stand er kurz bei 50 Cents Label G-Unit in New York unter Vertrag. Den Durchbruch aber schaffte er erst jetzt mit dem Trap-Kracher „CoCo“. Darauf geht es ausnahmsweise mal nicht um 808-Drums und Kokain, sondern um Kokain und 808-Drums. Dennoch bleibt das Stück binnen weniger Sekunden kleben. Dazu sieht man im Video O.T. Genasis am Glastisch, fuchtelnd wie ein irrer Dirigent, einen nigerianischen Akzent imitierend – ein todsicherer Vine-Renner. Mittlerweile hat das reguläre Video Millionen Klicks; kein Stripclub, keine Sportlerkabine, keine Klassenfahrt, auf der nicht lautstark mitgegrölt würde.

Bei dieser Party wollte natürlich auch Genasis’ neuer Mentor Busta Rhymes nicht fehlen. Bei einem Konzert in New York drängte er sich pünktlich zu „CoCo“ auf die Bühne, nickte sehr motiviert mit dem Kopf und… Ja, was dann geschah, wirst du nicht glauben ( mit „ Busta Rhymes falls off stage“ aber recht einfach ergooglen können). Die „Break Ya Neck“-Witze musste der in die Jahre gekommene Rhymes über sich ergehen lassen. Dem Erfolg von „CoCo“ aber hat die Aktion sicher nicht geschadet. Gewisse Dinge kommen eben nie aus der Mode.

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