„Bring Mich Nach Hause“ im Stream

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So düsterschön, wie im Titelsong „Bring Mich Nach Hause“ hat man Judith Holofernes und ihre Mitstreiter wohl seit „Du Erkennst Mich Nicht Wieder“ gehört. Melancholisch sehnend thematisiert Holofernes mit dunkler Stimme einen starken Retter herbei: „Ich brauch einen Freund mit breiten Schwingen, der mich heil nach Hause bringen kann. Durch die Dunkelheit, den Wind und den Regen, um mich dann vor meine Tür zu legen. Und dort auf der Schwelle werde ich verbluten, wenn ich still bin, soll der Regen jede Zelle fluten.“ Uff. Und dann summt die Band auch noch unheilvoll im Background während düstere Bläser dröhnen. Ähnlich verstörend ist „Meine Freundin War Im Koma Und Alles Was Sie Mir Gebracht Hat, War Dieses Lausige T-Shirt“. Aber WSH verlieren sich nicht im Leiden und versuchen es an anderer Stelle gar mit bissigem Witz.Es gibt also einige Facetten zu entdecken auf „Bring Mich Nach Hause“, das eben nicht den einfachen straighten Weg nach Hause ins kuschelige Heim der Helden-Fans geht, sondern sich stilistische Umwege traut. Ob man da mitgehen kann, weiß man, wenn man sich das Album auf http://www.myspace.com/wirsindhelden komplett angehört hat. Dort läuft es im Stream, bis es am kommenden Freitag regulär erscheint. Allerdings braucht man neuerdings einen Myspace-Account, um die Songs zu hören.

dk – 20.08.2010


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