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BTS rassistisch beleidigt: Bayerischer Radiomoderator löst weltweiten Shitstorm aus

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Nachdem Matthias Matuschik, Radiomoderator bei „Bayern 3“, vor wenigen Tagen in seiner Sendung „Matuschke – der etwas andere Abend“ die K-Pop-Boygroup BTS rassistisch beleidigte, lösten die Reaktionen darauf einen internationalen Shitstorm aus. Die südkoreanischen Popstars veröffentlichten am 24. Februar via „MTV-Unplugged“ eine Coverversion des Coldplay-Hits „Fix You“, über welche sich der Moderator anschließend in seiner Sendung aufregte. Er bezeichnete BTS unter anderem als „irgendein Scheißvirus, wogegen es hoffentlich bald ebenfalls eine Impfung gibt.“

Dass er damit einen weltweiten Shitstorm auslöst, hätte der 56-Jährige mindestens mit ein wenig K-Pop-Recherche ahnen können. Denn BTS hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2013 zu der aktuell erfolgreichsten Band der Welt etabliert, die einen Rekord nach dem anderen bricht. Begleitet werden sie dabei von ihrer eingeschweißten Fangemeinde, die auf den Namen „Army“ hört und nun in voller Stärke gegen die rassistischen Beleidigungen von Matuschik vorgeht. So sorgten sie auch dafür, dass das Thema weltweit blitzschnell die Runde macht und unter dem Hashtag #Bayern3Racist aktuell auf Platz zwei der Twitter-Trends gelandet ist.

„Diese kleinen Pisser“

In seiner Radiosendung verglich der Moderator BTS aber nicht nur mit einem Virus, er sagte auch, dass es „Gotteslästerung“ sei, wenn eine Band wie BTS sich an einen Coldplay-Song wie „Fix You“ traue. Zitat: „Diese kleinen Pisser. Dafür werden sie in Nordkorea Urlaub machen für die nächsten 20 Jahre!“ Für solche Aussagen steht aber nicht nur der Moderator aktuell scharf in der Kritik, auch der Sender sah sich letztendlich gezwungen eine Stellungnahme zu veröffentlichen.

Darin hieß es unter anderem: „Es ist nicht akzeptabel, mit welchen Worten er sich über die Band BTS geäußert hat. Und sowohl er selbst als auch wir von BAYERN 3 wissen, dass es nicht ausreicht, wenn man Dinge eigentlich anders gemeint hat. Wenn Aussagen von vielen Menschen als beleidigend oder rassistisch empfunden werden, dann waren sie es auch.“ Und weiter: „Es ist Charakter dieser Sendung und auch des Moderators, seine Meinung klar, offen und ungeschminkt zu äußern. In diesem Fall ist er aus dem Versuch heraus, seine Meinung ironisch-überspitzt und mit übertrieben gespielter Aufregung darzustellen, in seiner Wortwahl übers Ziel hinausgeschossen und hat damit die Gefühle der BTS-Fans verletzt. Das hatte er aber – das hat er uns versichert – in keiner Weise beabsichtigt.“

Matuschik veröffentlicht Entschuldigung

Auch Matthias Matuschik hat inzwischen eine Entschuldigung veröffentlicht, in der er unter anderem schrieb: „In meiner Moderation habe ich mich in erster Linie über die Tatsache geärgert, dass die Boyband BTS den von mir sehr geschätzten Song ‘Fix You‘ von Coldplay gecovert hat. Die Nationalität der sieben Jungs sollte dabei keine Rolle spielen – sie zu erwähnen und den Zusammenhang mit einem Virus herzustellen, war komplett daneben.“ Doch die Empörung über seine Aussagen ist damit noch lange nicht vom Tisch, denn in den Sozialen Medien kaufen ihm viele seine Entschuldigung nicht ab.

 


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