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Capital Bra zur Aktion #ByeByeBöller: „Es ist nicht cool, wenn Haustiere wegen Silvester-Feuerwerk durchdrehen“

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf Noizz.de +++

Capital Bra ist kein Kind von Traurigkeit. Wer bei seinen Songs genau hinhört, weiß, dass Deutschlands Rapper Nummer eins es Party-technisch gerne krachen lässt. Darin nimmt er „ziemlich viele Drogen“ („Roli Glitzer Glitzer“) – so viele, dass er laut „Vice“-Statistik das Zeug zum neuen „King of Drugs“ hätte.

Auch für Bratan gibt es Grenzen

Aber auch für Bratan gibt es Grenzen: Wenn Menschen oder Tiere unterm Feiern leiden, ist für ihn nämlich Schluss mit lustig. So wie an Neujahr: „Es ist nicht cool, wenn Haustiere wegen Silvester-Feuerwerk durchdrehen“, sagt er gegenüber NOIZZ. Als diese ihn fragen, ob er die Aktion #ByeByeBöller unterstütze, sagt er ohne zu zögern zu. „Wenn wir damit Leuten und Tieren helfen können, bin ich sehr, sehr gerne dabei. Ich steh’ dahinter“, bekräftigt er.

Mit der Aktion #ByeByeBöller will NOIZZ der privaten Knallerei an Silvester ein Ende setzen – gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe und der Unterstützung von Musikern wie Capital Bra und Massiv sowie Instagram-Celebrities wie Alman Memes. Die vollständige Liste aller Künstler, die #ByeByeBöller unterstützen, findet Ihr hier.

Gefährlich für Tiere und Menschen

Tatsächlich leiden vor allem Tiere unter den Böllern und Raketen. Haustiere wie Hunde und Katzen haben ein fein entwickeltes Gehör und geraten durch den Krach in Panik. Die hellen Blitze und ungewöhnlichen Gerüche lösen bei ihnen großen Stress aus. Das kann zu psychischen Folgeschäden in Form von Angststörungen führen – oder gar zum Tod. In England, wo auch unterhalb des Jahres geböllert werden darf, starb vor Kurzem ein Welpe an einem Herzinfarkt: Ein Feuerwerk hatte ihm einen zu großen Schrecken eingejagt.

Aber auch Menschen nehmen an Silvester Schaden und verletzen sich – teilweise tödlich. Das hat sicherlich auch damit zutun, dass in dieser Nacht viel Alkohol und andere Drogen im Spiel sind. Allein in Berlin nahm die Feuerwehr vergangenes Silvester 1.385 Einsätze auf, 33 Mal wurden Feuerwehrleute mit Böllern angegriffen. Die Polizei registrierte 2.900 Notrufe – die meisten wegen Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Autos und Fußgänger wurden mit Feuerwerk beschossen, 31 Strafermittlungsverfahren wurden eingeleitet. Kinder erlitten ein Knalltrauma, Menschen verloren beim Böllern Finger.

„Ich hab schon mal gesehen, wie jemandem die Hand weggeflogen ist“

Capi selbst war schon einmal Zeuge eines solchen Silvester-Unfalls: „Ich hab schon mal gesehen, wie jemandem die Hand weggeflogen ist mit so ‘nem Polen-Böller“, sagt der Rapper im Gespräch mit NOIZZ. „Das ist auch nicht cool, da hat man den Rest seines Lebens keine Finger mehr und kann mit der Hand nichts mehr machen.“ Seine Aussage klingt extrem erwachsen für den 25-jährigen Berufsjugendlichen. Aber erstens ist er schon lang genug im Business, um sich seiner Verantwortung gegenüber seinen oft sehr jungen Fans bewusst zu sein. Zweitens ist er stolzer Vater zweier Söhne. Und da redet man über manche Themen plötzlich anders.



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