Highlight: 10 bedeutsame Protest-Songs der Musikgeschichte

#AllefürsKlima

16 Musiker, die sich aktiv für den Klimaschutz einsetzen

Am 20. September findet der globale Klimastreik unter dem Motto #AllefürsKlima statt. Während an diesem Tag Bürger weltweit ihre Arbeit niederlegen und aus Protest auf die Straße gehen werden, inspiriert der von vielen als extrem kritisch empfundene Zustand unseres Planeten auch immer mehr Musiker, sich offen für den Klimaschutz stark zu machen. So widmete Grimes der „Göttin des Klimawandels“ mit MISS_ANTHROPOCENE gleich ein ganzes Album, und auch Foals‘ aktuelle Platte EVERYTHING NOT SAVED WILL BE LOST setzt sich inhaltlich wiederholt mit ökologischen und politischen Themen auseinander.

Andere Musiker sind mit ihrem Aktivismus bereits einen Schritt weiter und haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung wach zu rütteln, Politiker zum Handeln aufzufordern und sich für eine optimistischere Zukunft einzusetzen.

Hier findet Ihr eine Liste diverser Künstler, die sich aktiv für den Klimaschutz einsetzen.

1. The 1975

The 1975 sind nicht erst seit ihrem gemeinsamen Track mit Klimaaktivistin Greta Thunberg für ihr ausgeprägtes Umweltbewusstsein bekannt. So verzichten die Briten zum Beispiel bei der Produktion ihrer Alben auf Einwegkunststoffe und versuchen, den Schadstoffaustoß bei der Produktion ihrer Platten so minimal wie möglich zu halten. Die Einnahmen des Songs mit Thunberg sollen außerdem komplett an die gemeinnützige Organisation „Extinction Rebellion“ gespendet werden. Diese setzt sich gegen das Massenaussterben von Tieren und Pflanzen sowie das potenzielle Aussterben der Menschheit als Folge des Klimawandels und der Vernichtung von Lebensraum ein.

2. U2

Bono hier 2018 beim Europäischen Rat in Brüssel.

Man mag Bonos an Moralpredigten grenzende Aktivismusreden für nervig halten, aber das macht es nicht weniger wahr: U2 gehören vermutlich zu den politisch und sozial engagiertesten Musikern überhaupt. Aktuell arbeiten sie mit zahlreichen gemeinnützigen Organisationen wie UNICEF und Amnesty International zusammen. Tatsächlich lässt sich der Aktivismus der Band aber über Jahrzehnte zurückverfolgen. So protestierten Bono und Co. bereits in den Neunzigern gemeinsam mit Greenpeace gegen einen kontroversen britischen Nuklearkomplex und 2010 gegen die Abholzung des russischen Chimki-Waldes – mit Erfolg. Zuletzt war Bono, der außerdem Mitgründer der Hilfsorganisationen ONE und (RED) ist, Teil des jährlich zusammenkommenden Davos-Panels. Dort sprach er mit Wissenschaftlern, Umweltaktivistin, Unternehmern und ja, auch Greta Thunberg über „Die Vierte Industrielle Revolution“.

3. Jack Johnson

Als ehemaliger Pro-Surfer weiß Jack Johnson, wie wichtig der Erhalt unserer Ozeane ist. Deshalb hat er gemeinsam mit seiner Frau die „Kokua Hawai’i Foundation“ gegründet. Diese setzt sich für eine bessere Aufklärung in Sachen Umwelt und Globale Erwärmung an hawaiischen Schulen ein. Doch damit nicht genug: Als Gründer des Labels „Brushfire Records“ legt er außerdem Wert darauf, dass seine Partner sich an umweltfreundlichen Programmen beteiligen, und nutzt für die Produktion seiner CD-Cover ausschließlich recycltes Papier. Sogar das Gebäude, in dem „Brushfire Records“ zu Hause ist, wurde aus ökofreundlichen Materialien gebaut (die Dämmung besteht aus wiederverwerteten Jeans) und wird außerdem mit Solarenergie betrieben. Zuletzt rief der Musiker eine Kampagne mit dem Titel „BYOBottle“ (Bring Your Own Bottle) ins Leben, die sich dafür einsetzt, den Beitrag der Musikindustrie zur Verschmutzung durch Plastikmüll zu reduzieren, indem sie ihre Fans dazu auffordern, bei Konzerten wiederverwendbare Flaschen zu nutzen , die an Nachfüll-Stationen aufgefüllt werden können.

4. Dave Matthews Band

Dave Matthews hier 2007 bei „Live Earth: The Concerts for a Climate in Crisis“.

Dave Matthews „Bama Green Project“ entstand aus seinem 1999 gegründeten „Bama Works Fund“ und hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation REVERB (vor allem, aber nicht ausschließlich) Fans der Dave Matthews Band die notwendigen Instrumente mitzugeben, um die Welt Stück für Stück ein bisschen besser zu machen. Dabei schreiten die Musiker mit gutem Beispiel voran: Ihr Tourbus wird mit Biodiesel betrieben, sie versuchen, so wenig Müll wie möglich zu produzieren und essen während ihrer Tour ausschließlich regional. Während andere Künstler mit dem Privatjet durch die Gegend fliegen, hat es die DMB geschafft, ihre CO2-Bilanz bestmöglich zu reduzieren.

5. Green Day

Bereits 2006 hatten sich Green Day mit der internationalen Umweltschutzorganisation „National Resources Defense Council“ zusammengetan, um die US-amerikanische Bevölkerung über die Öl-Abhängigkeit ihres Landes aufzuklären. Als Teil ihrer „Move America Beyond Oil“-Kampagne forderten sie ihre Fans dazu auf, sich für die Förderung sauberer und erneuerbarer Energien stark zu machen. In den vergangenen Jahren war es ein wenig stiller um die Punkrock-Band geworden. Mit der Ankündigung ihres neuen Albums FATHER OF ALL MOTHERFUCKERS meldete sich auch Sänger Billie Joe Armstrong wieder politisch zu Wort – unter anderem mit einem Bernie-Sanders-Retweet. „Donald Trump glaubt, der Klimawandel sei eine Lüge. Donald Trump ist ein Idiot.“ heißt es darin. Wir wissen also immer noch, auf welcher Seite Armstrong und Co. stehen.

6. Justin Timberlake

Wurde für seine innovative, ökofreundliche Golf-Anlage prämiert: Justin Timberlake.

Auch Justin Timberlake wünscht sich eine grünere, gesündere Welt. Deshalb kaufte er 2008 die Mirimichi-Golfanlage und verwandelte sie als erste ihrer Art in eine umweltfreundliche Wohlfühloase. 2014 verkaufte er die Anlage wieder, doch die dafür entwickelten ökologisch innovativen Technologien blieben, sodass daraus die Firma „Mirimichi Green Express“ entstand, die unter anderem umweltfreundliche Düngemittel entwickelt. Dafür und für seine Bemühungen, beim Touren so wenig CO2 wie möglich zu verursachen, wurde Timberlake 2011 bei den „Environmental Media Association Awards“ mit dem „Futures Award“ ausgezeichnet.

7. Radiohead

Auch Radiohead halten ihren CO2-Verbrauch auf Tour seit Jahren so niedrig wie möglich. Deshalb versenden sie ihr Equipment nicht per Luftfracht, befeuern ihren Tourbus mit Biotreibstoffen, verzichten auf Plastikbecher und -flaschen, und fordern ihre Fans dazu auf, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihren Konzerten zu reisen. Nebenbei arbeitet die Band mit Organisationen wie „Friends of the Earth“ und Greenpeace zusammen. Für letztere entwirft und kuratiert Yorke demnächst eine spezielle Ausgabe des Crack Magazines. Alle daraus gewonnenen Einnahmen werden an Greenpeace gehen.

8. Jason Mraz

Jason Mraz hier 2010 in Las Vegas beim „15th Grand Slam for Children“-Benefizkonzert der „Andre Agassi Foundation. for Education“.

2011 gründete Jason Mraz die „Jason Mraz Foundation“, die sich nicht nur für Bildungsthemen einsetzt, sondern außerdem Programme für den Klimaschutz unterstützt. So zum Beispiel die „Surfrider Foundation“, die weltweit Strände säubert, sowie den „Natural Resources Council“.  2012 startete Mraz dann gemeinsam mit REVERB die „Tree Is A Four Letter Word“-Kampagne, für die er sich außerdem auf Tour begab. Bei jedem seiner Stopps konnten die Fans des Sängers ein sogenanntes, extra vor Ort errichtetes „Eco-Village“ aufsuchen und sich dort über regionale Umweltorganisationen informieren.

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