Charles Bradley ist tot

Charles Bradley ist tot. Der Soulsänger starb am 23. September 2017 an den Folgen einer Krebserkrankung. Bradley wurde 68 Jahre alt.

In einem Statement teilte ein Sprecher Bradleys mit: „Always a fighter, Charles battled cancer with everything he had.” Im Herbst 2016 wurde bei Charles Bradley Magenkrebs diagnostiziert. Nach scheinbar erfolgreicher Behandlung ging er dieses Jahr wieder auf Tour. Der Krebs griff schließlich aber auch auf seine Leber über. „Thank you for your prayers during this difficult time”, heißt es in der Erklärung weiter. „Mr. Bradley was truly grateful for all the love he’s received from his fans and we hope his message of love is remembered and carried on.”

Charles Bradley war ein Mann mit bewegter Geschichte. Der in Florida geborene und bei seiner Großmutter aufgewachsene Soulsänger hatte mit seinen 68 Jahren bloß deshalb erst drei Alben veröffentlicht, weil er in seiner mittellosen Vergangenheit vorrangig als Koch arbeitete, als Tramper unterwegs war und sich mit kleinen Bar-Konzerten über Wasser hielt. 1996 zog er nach Brooklyn, um seine leibliche Mutter kennenzulernen. Dort trat er unter dem Namen Black Velvet als James-Brown-Imitator auf – und von da an nahm seine musikalische Karriere erst an Fahrt auf.

Bosco Mann von Sharon Jones & The Dap-Kings entdeckte Bradley für sein Label Daptone. 2011 erschien Bradleys Debüt NO TIME FOR DREAMING, zwei Jahre später VICTIM OF LOVE. Mit „Soul Of America“ wurde in der Zwischenzeit eine Doku über ihn gedreht. Am 1. April 2016 erschien Charles Bradleys drittes Album CHANGES – eine Platte, die der us-amerikanische „Rolling Stone“ im Vorfeld als eine der meisterwarteten des Jahres 2016 feierte. „Der Retro-Soul-Großmeister Charles Bradley covert jetzt auch mal Black Sabbath – bleibt ansonsten aber seiner Linie treu“, schrieben wir in unserer Rezension über CHANGES.

Charles Bradley :: Changes


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