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Chris Cornells Witwe spricht erstmals im TV über den Tod ihres Mannes

Chris Cornell wurde am 17. Mai 2017 tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Als offizielle Todesursache wurde Selbstmord festgestellt, Berichten zufolge hatte sich der Soundgarden-Sänger erhängt.

Schon zwei Tage darauf wandte sich Vicky Cornell, die Ehefrau des verstorbenen Musikers, mit einem Statement an die Öffentlichkeit. Die Schlussfolgerung, ihr Mann hätte sich „absichtlich und in vollem Bewusstsein“ umgebracht, sei verfrüht, hieß es da.

Wenige Stunden nach dem Konzert, das er mit seiner Band Soundgarden an dem Abend in Detroit gegeben hatte, soll er am Telefon zu ihr gesagt haben, dass er mehr Atavin-Pillen (ein verschreibungspflichtiges Beruhigungsmittel, Anm.) zu sich genommen habe als üblich.

Eine Überdosis Atavin, hieß es ebenfalls in dem Statement, könne Selbstmordgedanken auslösen. Es sei also möglich, dass Cornell nicht vorsätzlich Selbstmord begangen hatte.

In dem ersten Fernseh-Interview, das Vicky Cornell seit dem Tod ihres Mannes nun gegeben hat, bestätigte sie ihre Zweifel: „Mein Mann war weit davon entfernt, ein Rock-Star-Junkie zu sein“, sagte sie ABC News.

Er sei der beste Ehemann und großartigste Vater gewesen. „Er wollte für seine Familie und seine Kinder da sein“, fügte Cornell hinzu. Auf Grund der Beeinträchtigungen, glaube sie, sei er nicht fähig gewesen, Entscheidungen zu treffen.

Abhängigkeit ist eine Krankheit, sagte sie außerdem. Auch, wenn es oft nicht als das anerkannt würde. „Man denkt Abhängigkeit ist eine Entscheidung. Und das ist es nicht.“


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