Coolio ist tot

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Coolio ist tot. Der us-amerikanische Rapper, Grammy-Preisträger und Reality-Star, der in den Neunzigern durch seinen Hit „Gangsta’s Paradise“ weltberühmt wurde, verstarb am 28. September 2022 im Alter von 59 Jahren. Dies bestätigte Coolios Manager Jarez Posey gegenüber „Rolling Stone“. Eine Todesursache ist noch nicht öffentlich bekannt.

Zu den bisher bekannten Details gehört, dass Coolio regungslos auf dem Badezimmerboden im Haus eines Freundes aufgefunden worden sei. Hilfskräfte erklärten ihn demnach noch vor Ort als tot. Die Polizei untersuche den Fall, Fremdverschulden würde bisher aber ausgeschlossen werden. Es heißt, er könne eine Herzattacke erlitten haben.

Coolios Managerin bei Trinity Artists International, Sheila Finegan, bekundete in einem Statement: „We are saddened by the loss of our dear friend and client, Coolio, who passed away this afternoon. He touched the world with the gift of his talent and will be missed profoundly. Thank you to everyone worldwide who has listened to his music and to everyone who has been reaching out regarding his passing. Please have Coolio’s loved ones in your thoughts and prayers.”

Zahlreiche Kolleg*innen und Wegbegleiter*innen trauern öffentlich um Coolio. Rapper Ice Cube etwa reagierte auf Twitter, in dem er schrieb: „This is sad news”. I witness first hand this man’s grind to the top of the industry. Rest In Peace.“

MC Hammer erklärte, Coolio war für ihn „One of the nicest dudes I’ve known. Good people. R.I.P. Coolio“.

Artis Leon Ivey Jr, wie Coolio mit bürgerlichem Namen hieß, wurde am 1. August 1963 in Compton geboren. Nach der High School trat er der Gruppe WC & The Maad Circle. Seinen Künstlernamen erhielt er angeblich dadurch, dass ihn auf der Straße jemand fragte, ob er sich für Julio Iglesias halte. Seine Freunde übernahmen diesen Scherz und nannten ihn fortan Coolio. Sein Solodebüt IT TAKES A THIEF erschien 1994. Seinen Durchbruch feierte er mit dem Nachfolger GANGSTA’S PARADISE (1995). Das Album wurde in den USA zweifach mit Platin ausgezeichnet, in Deutschland mit Gold. Die Leadsingle „Gangsta’s Paradise“ wurde auch dank ihres Einsatzes im Soundtrack zum Film „Dangerous Minds“ zu seiner kommerziellen erfolgreichsten, 1996 gewann Coolio dafür einen Grammy Award in der Kategorie „Best Rap Solo Performance“. Es folgten die Singles „Too Hot“ und „1, 2, 3, 4 (Sumpin‘ New)“, das bereits weniger erfolgreiche dritte Album MY SOUL (1997) mit der Single „C U When U Get There“ sowie fünf weitere Platten, darunter auch seine letzte FROM THE BOTTOM 2 THE TOP 2009.

Neben seiner Musik verdingte sich Coolio unter anderem als Koch, Schauspieler und Reality-TV-Celebrity. 2004 nahm er an der ProSieben-Show „Comeback – Die große Chance“ teil und wurde dritter – hinter Benjamin Boyce (Caught In The Act) und Chris Norman. 2009 machte er bei „Celebrity Big Brother“ mit. 2017 erklärte er, für eine Pornodarstellerin, die US-Präsidentin werden wollte, als Vizekandidat kandidieren zu wollen.

Coolio war Vater von sechs Kindern.


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