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Highlight: Neue Nostalgie: Wie RIN, The 1975 oder Bring Me The Horizon die 2000er zurückholen

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Crossover war gestern: Das sind die neuen Lieblingsbands der Rap-Superstars

HipHop rollt ehemals Gitarren-dominierten Mainstream neu auf, die Vertreter der Rockmusik verlieren an Bedeutung. Viele Rapper outen sich jedoch als Fans der musikalischen alten Garde, und liefern vielseitige Kooperationen von Psychedelic über Pop bis zu Punk.

Tame Impala

Das derzeit wohl bekannteste Beispiel für die ungewöhnliche, neue Liaison von HipHop und Indie kommt aus Australien: Mastermind Kevin Parker prägt seit 2010 das Gesicht des kontemporären Psychedelic Rock mit viel Retro-Nostalgie und zeitgemäßem Sound-Anspruch. Die wolkig-weichen Gitarren-Arrangements von Tame Impala beeindruckten nicht nur Szene-Fans: Die Rap-Querdenker Tyler, The Creator und A$AP Rocky gaben sich bereits früh als Fans Kevin Parkers bekannt.

Tyler pries dessen zweites Album LONERISM 2012 öffentlich an und A$AP sampelte 2014 eine runtergepitchte Version von Tame Impalas Feels Like We Only Go Backwards von eben jenem Album auf seinem Track „Unicorn“. Neben weiteren Sample-Auftritten folgte ein Feature mit Kendrick Lamar für den „Divergent“-Filmsoundtrack mit der Adaption vom gleichen Song, ein Rihanna-Cover auf ihrem 2016er-Erfolgsalbum ANTI sowie Zusammenarbeiten mit Kanye West und Travis Scott.

Dessen Track „Skeletons“ vom Album ASTROWORLD (2018) produzierte er sogar vollständig und war Co-Autor – andere Beteiligte am Song waren etwa Kanye West, Pharrell Williams und The Weeknd, live traten Scott und Parker bei „Saturday Night Live“ gemeinsam mit John Mayer auf. Die zunehmend psychedelisch-experimentelle Tendenzen im HipHop der vergangenen Jahre, die durch Künstler wie Kanye West, Kid Cudi und A$AP Rocky Mainstream-fähig wurden, kamen Tame Impala also eindeutig zugute. Travis Scott arbeitete schließlich bereits mehrmals mit dem Pop-Avantgardisten James Blake zusammen, und auch Kanye West bewies mit der frühen und intensiven Zusammenarbeit mit Bon Ivers Justin Vernon auf seinem Klassiker MY BEAUTIFUL DARK TWISTED FANTASY musikalische Weitsicht.

Coldplay

Obwohl die Briten mittlerweile wohl zu den größten Stadion-Bands aller Zeiten mit beiden Beinen im Pop gehören, haben sie Ende der 90er auch mal als Nachkömmling der Britpop-Welle und neue Indie-Hoffnung angefangen. Mehrere Welthits, ausverkaufte Tourneen und ein Auftritt bei der Superbowl-Halftimeshow später gilt das Quartett trotz, oder vielleicht gerade wegen seiner oft am Kitsch grenzenden Songs als eine der Lieblingsbands einiger der erfolgreichsten Rapper der Welt.



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