Das wäre aber nicht nötig gewesen…

Der MUSIKEXPRESS zieht die Ausrutscher der Großen und Guten unter dem Teppich der Geschichte hervor.

Tom Petty Let Mc Up ll’ve Had Enoughl 119871

Es fängt ganz herzhaft an: „Jamming Me“, geschrieben von Petty und Mike Campbell zusammen mit Bob Dylan, rockt kraftvoll durch einen simplen, aber wirkungsvollen Riff. Und im Text rotzt Petty seinen Zorn über Privates und Politisches heraus, dass es eine wahre Freude ist. Nur: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, denn der Rest des Albums verliert sich in belanglosen Rock-Klischees. Mal gibt’s modischen Radiomüll {das sülzige“.AU Mixed Up“], mal poplackierten J FolkUtTl All Work Out“), mal schlechten Faces-Rock. 1987 schienen Tom Petty und seine Heartbreakers ausgebrannt. Nach dem hochoktanigen Mainstream-Rock’n’Roll der frühen Jahre wirkte schon“.Southern Accents“ [1985) zerrissen. „Let Me Up“

indes hatte nicht mal mehr den zweifelhaften Produktions-Plüsch des Vorgängers zu bieten. Erst die durch die Freundschaft zu Dylan und Jeff Lynne entstandenen Traveling Wilburys mit ihrer unprätentiösen Feierabendmucke wiesen Petty den Weg aus der Sackgasse. „Let Me Up“ ist heute zu Recht ein vergessenes Petty-Album lediglich „Jamming Me“ hat sich im Heartbreakers-Repertoire gehalten.

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