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David August – elektronische Musik als Gefühl



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Früh übt sich

Aus dem damaligen Kinderzimmer brachte David August, bürgerlich David Nattkemper, sein erstes Release heraus. Nicht ohne Konsequenzen: Oliver Koletzki nahm sich dem Werk mit einem Remix an, wie aus heiterem Himmel. Ein Kickstarter für Augusts Karriere – oder das Fundament. Bereits mit Moving Dayeiner Auskopplung seiner EP Instant Harmony aus dem Jahr 2010, erzielte er weltweite Aufmerksamkeit. Veröffentlicht auf Diynamic, wurde der Track alsbald zum Sommerhit seiner Zeit.

In die Wiege gelegt/in die Wege geleitet

David August stammt aus einem musikalisch geprägten Elternhaus; erst im Verlauf seiner Karriere absolvierte er ein Studium zum Tonmeister. Gefühl und Technik. Aufs erste Release auf Diynamic folgten zwei weitere. Schließlich, im Jahr 2014, ein weiterer Meilenstein mit der EP Epikur, nicht nur durch ihr Release auf dem hoch angesehenen Label Innervisions. Airtime auf BBC Radio 1 wiederum verhalf der Platte zu internationalem Renommee.

David August: Der Symbiosenvirtuose 

Bei allem Erfolg lässt sich August kaum auf ein Genre oder Muster herunterbrechen. Was er macht, ist klar: Clubmusik. Jedoch im stetigen Wandel. Narrative ziehen sich bei ihm nicht nur durch Kurz- und Langspielplatten, sondern auch ihre individuellen Tracks. Dazu trägt mit Sicherheit seine frühe Entscheidung bei, das einfache Auflegen hinter sich zu lassen.

David August spielt live, in einer Mischung aus Improvisation und rotem Faden; das Musikmachen hat für ihn Priorität. August bewegt sich frei zwischen Techno und Deephouse. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Platten, die sich zum einen an die Aufmerksamkeit des Hörers richten – zum anderen solche, die zum Tanzen auffordern. Keinesfalls lässt sich sein Schaffen aufs rein Elektronische reduzieren: Zu den klar spürbaren Einflüssen zählen Klassik und Moderne. Er zählt zu den wenigen Künstlern der elektronischen Musik, die bereits mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin auftreten durften; ein ganzes Set beruhte einst auf seiner Interpretation von Alfred Hitchcock. Es sind diese Komponenten, die David August unter die Top 10 von Resident Advisors besten Live-Acts gebracht haben.

Weil Musik nicht nur hörbar ist

Die Vielzahl von Veröffentlichungen und Remixes anderer Interpreten liefen auf eine kreative Pause hinaus. Zumindest von den Veröffentlichungen, denn auch in den vergangenen zwei Jahren trat August weiterhin, wenn auch deutlich seltener, auf. Bei seiner Faszination vom physischen Aspekt elektronischer Musik, bleiben Gigs ein treibender Faktor. Schließlich sind sie wie das Aufnehmen selbst Teil eines intensiven, kreativen Prozesses.

Seit Mitte Oktober nun ist seine neue Platte D’ANGELO auf dem Markt; und auch hier ist schon jetzt festzustellen, dass Erfolg eben nicht ausbleibt, vertraut man denn dem Feedback der internationalen Presse – oder schlicht: dem eigenen Gehör. Das Album ist geprägt von Einflüssen griechischer Mythologie und italienischer Kunst – etwa der Malerei von Caravaggio. Die großzügig mehrseitig ausgelegte Cover-Art verantwortet JS Aurelius, seines Zeichens multimedialer Künstler. Neben Ausstellungen, Installationen und musikalischen Shows hat er in seiner Karriere sowohl Flyer als auch Plattencover für Künstler wie Raime, Isaiah Rashad und Mykki Blanco gestaltet.

Nach seinem großen Comeback auf der Bühne auf dem diesjährigen Reeperbahnfestival ist David August nun erneut auf Tour in den Clubs der Welt. Im Telekom Electronic Beats Podcast spricht er über sein Streben nach einer Symbiose musikalischer Formen. Neben seiner Wahrnehmung zur Veränderung der Clubkultur äußert er sich zum Aufbrechen von gesellschaftlich auferlegten Normen – mittels Musik. Hier kommt einiges zusammen.


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