Demi Lovato bekennt sich zu Pansexualität


„Das ist es, womit ich mich identifiziere. Ich bin Teil der Alphabet-Mafia und stolz darauf“, erzählt Demi Lovato im Podcast „The Joe Rogan Experience“.

Der ehemalige Disney-Star Demi Lovato war am Samstag (27. März) zu Gast bei dem Podcast „The Joe Rogan Experience“. Darin sprach die Sängerin auch über ihre sexuelle Orientierung – und was sich bei ihr in den letzten Jahren geändert hat.

So erzählte Lovato unter anderem von ihren sexuellen Präferenzen, Familienplänen – und bekannte sich offiziell als pansexuell. Pansexualität bedeutet, dass man seine Partner:innenwahl nicht nach Geschlecht im biologischen Sinn trifft. Somit können sich pansexuelle Menschen beispielsweise auch zu Personen hingezogen fühlen, die sich nicht mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren.

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„Ich bin jetzt so fluide – weil ich früher super verschlossen war“

Während ihres Gesprächs fragte der Moderator und Stand-Up-Comedian Joe Rogan die 28-jährige Sängerin, ob sie jemals Kinder haben wolle oder nicht. „Ich wollte es mal“, antwortete sie. „Ich denke, wenn überhaupt, dann möchte ich adoptieren.“

Sie fügte hinzu: „Ich war letztes Jahr mit einem Mann verlobt. Ich war davon überzeugt, dass ich jetzt verheiratet und vielleicht schwanger sein würde. Und das ist nicht der Fall. Ich weiß auch nicht, ob ich am Ende mit einem Mann zusammen sein werde, also kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass ich vielleicht schwanger werde. Ich bin jetzt so fluide – und ein Teil des Grundes, warum ich so fluide bin, ist, weil ich super verschlossen war.“

Daraufhin fragte Rogan die Sängerin, ob sie mit „fluide“ meinen würde, dass sie sich sowohl zu Frauen als auch Männern hingezogen fühle. „Ja – eigentlich alles“, war ihre Antwort. Seine weiterführende Frage, ob sie sich somit als pansexuell identifiziere, bejahte Lovato.

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„Ich bin Teil der Alphabet-Mafia und stolz darauf“

Daraufhin äußerte sie sich zu einem weiteren Begriff, der ihre sexuelle Orientierung passend zusammenfasse: Die LGBTQ*-Community, oder auch „Alphabet-Mafia“, wie Lovato sie im Podcast bezeichnete. „Das ist es, womit ich mich identifiziere. Ich bin Teil der Alphabet-Mafia und stolz darauf“, so die Sängerin.

Die erste Situation, in der gemerkt habe, dass sie sich für Frauen interessiert, sei die berühmte Kussszene zwischen Sarah Michelle Gellar und Selma Blair in dem Film „Eiskalte Engel“ aus dem Jahr 1999 gewesen, berichtete Demi Lovato weiterhin. „Ich dachte: ‚Oh, das gefällt mir’“, erinnert sie sich zurück. „Aber ich habe mich sehr geschämt, weil ich in Texas als Christin aufgewachsen bin und das sehr verpönt ist. Jede Anziehung, die ich in jungen Jahren zu einer Frau hatte, habe ich abgeblockt, bevor ich überhaupt verarbeiten konnte, was ich fühlte.“

Am Freitag (26. März 2021) veröffentlichte Demi Lovato den neuen Song „Dancing with the Devil“, den Titeltrack ihrer bald erscheinenden neuen Platte. Ihr Album „Dancing with the Devil…The Art of Starting Over“ erscheint am 2. April 2021. „Dancing with the Devil“ ist jedoch Titelsong sowohl des Albums als auch für Lovatos YouTube-Dokumentation, die das SxSW-Festival in diesem Jahr eröffnete.

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+++Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de+++