Der Unbeugsame

Daß Randy Newman die Filmmusik zu Robert Redfords neuem Film „Der Unbeugsame“ geschrieben hat, kann Filmfreunde nicht überraschen. War doch Randys verstorbener Onkel Alfred Newman einer der berühmtesten Filmkomponisten Hollywoods, der mehr als 250 Filmmusiken schrieb.

Familientraditionen liegen auch der Geschichte des „Unbeugsamen“ zugrunde. Robert Redford spielt Roy Hobbs, einen Jungen, dem bereits früh sein Vater das Baseball-Spielen beigebracht hat (auch in Wirklichkeit übernahm Redford übrigens diese Vorliebe von seinem Vater). Roy Hobbs scheint eine glänzende Baseball-Karriere zu winken, als er sich als 20jähriger von seiner Jugendliebe (Glenn Close) verabschiedet, um einem Profi-Angebot nach Chicago zu folgen. Doch die Begegnung mit einer verführerischen Frau (Barbara Hershey), die plötzlich auf ihn schießt, scheint alle Hoffnungen zu vernichten.

15 Jahre später: Roy Hobbs, jetzt 35, stößt zu einem New Yorker Baseball-Team. Er hat eine zweite Chance, trifft seine alte Jugendliebe wieder. Doch auch die alte Schußverletzung macht ihm wieder zu schaffen, und wieder lockt ein verführerischer Vamp (Kim Basinger)…

Regisseur Barry Levinson und Kameramann Caleb Oeschanel haben aus dieser Geschichte eines Lebens eine magische Mischung aus naivem Traum und kritischem Realismus geschaffen. Robert Redford ist, da waren sich auch die amerikanischen Kritiker einig wie selten, noch nie so gut gewesen. Ein „ET“ für etwas Erwachsenere.

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