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Die weltweit größten Filmfestivals vereinen sich für ein zehntägiges Livestream-Event

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Die Coronavirus-Pandemie hat jeglichen Aspekt kultureller Liveunterhaltung auf Eis gelegt – Filmpremieren und -festivals inklusive. Nun haben sich mehr als zwanzig Filmfestspiele weltweit zusammengeschlossen, um gemeinsam ein gigantisches Livestream-Event zu organisieren. Das zehntägige „We Are One: A Global Film Festival“ wird ab dem 29. Mai 2020 verschiedene Inhalte zeigen, die unter anderem von den Filmfestivals in Cannes, Berlin, Sundance, Tribeca, Toronto und Venedig kuratiert werden. Dies erklärten die Organisatoren Tribeca Enterprises und YouTube in einem Statement am Montag, dem 27. April 2020.

Das Livestream-Festival wird Filme, Musik, Comedy, Dokumentarfilme und Panel-Diskussionen kostenlos auf YouTube zeigen. Jedes der teilnehmenden Filmfestspiele soll dabei eine eigene Programm-Sparte betreuen. Bisher wurden noch keine Einzelheiten über das Programm öffentlich gemacht – es ist allerdings eher unwahrscheinlich, dass die wichtigsten Filme der abgesagten Filmfestspiele via des YouTube-Streams Premiere feiern werden. Die Veranstalter der Filmfestspiele in Cannes sagten am Montag in einer Mitteilung, sie seien stolz darauf, an dem YouTube-Event teilzunehmen. Sie erklärten, dies sei ein guter Weg, „um wirklich außergewöhnliche Filme und Talente ins Rampenlicht zu rücken und es dem Publikum zu ermöglichen, sowohl die Nuancen des Geschichtenerzählens aus aller Welt als auch die künstlerischen Persönlichkeiten der einzelnen Festivals zu erleben.“

Bei „We Are One: A Global Film Festival“ machen unter anderem die Filmfestivals in Tokio, Cannes, Jerusalem, Sarajevo, Toronto, London, Mumbai, Sydney, Berlin, Sundance, Venedig und Tribeca mit. Das einzige der großen renommierten Festivals, das nicht mitmacht, ist SXSW in Austin, Texas, da es bereits eine Partnerschaft mit dem Streamingdienst Amazon eingegangen ist. Obwohl „We Are One: A Global Film Festival“ kostenfrei auf YouTube ausgestrahlt wird, werden alle Zuschauer*innen nichtsdestotrotz zu Spenden aufgerufen, die dem COVID19-Solidaritätsfonds der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugute kommen soll.


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