Eazy-E soll Songs mit Guns N‘ Roses aufgenommen haben


Es soll noch unveröffentlichtes Material des legendären Rappers Eazy-E geben - unter anderem eine Zusammenarbeit mit Guns N' Roses.

Knapp 28 Jahre liegt der Tod des West-Coast-Rappers Eazy-E zurück. Wenige Tage nach Aussöhnung mit seinen ehemaligen N.W.A.-Kollegen Ice Cube und Dr. Dre erlag er, am 26. März 1995, seiner HIV-Infektion. Einige seiner Projekte wurden posthum veröffentlicht: Sein zweites Studioalbum STR8 OFF THA STREETZ OF MUTHAPHKKIN COMPTON (1995), sowie seine EP IMPACT OF A LEGEND (2002). Nun verriet Arnold „Bigg A“ White, ein ehemaliger enger Freund des Rappers, bei einem Gespräch mit „Rock the Bells“, dass es offenbar noch mehr unveröffentlichtes Material von Eric Wright gibt. Unter anderem eine Zusammenarbeit mit Guns N‘ Roses.

In einer Doku-Serie sollen die mysteriösen Umstände von Eazy-Es Tod geklärt werden

„Es gibt da draußen noch unveröffentlichte Musik“, sagte Bigg A. „Wir wissen sicher, dass er [Eazy-E] zwei oder drei oder vier Tonbandspulen im Auto hatte, als er ins Krankenhaus gefahren ist. Diese Spulen sind verschwunden“, fuhr White fort. Es seien allerdings jene Tonträger, die die Songs von Eazy-E und Guns N‘ Roses enthalten sollen. Zwischenzeitlich seien die Spulen in Kanada aufgetaucht. Was seitdem mit ihnen geschehen ist, wisse Arnold White nicht. Es gebe aber noch weiteres Material, deutete der „Daz Dillinger“-Manager an. „[DJ] Yella hat ein bisschen was davon, und ich weiß sicher, dass es unveröffentlichte A-Capella-Gesangsspuren gibt, dass er an ein paar Platten mit Produzenten gearbeitet hat, mit denen ich auch zusammenarbeitete und – das ist mein letzter Stand – sie waren im Studio von Dr. Dre.“

Die kuriose Freundschaft von N.W.A und Guns N‘ Roses

Als Axl Rose im Musikvideo zu „Live and Let Die“ seiner Band Guns N‘ Roses eine N.W.A-Kappe trug, sei der Gruppe langsam bewusst geworden, dass sie über die Grenzen der Los-Angeles-Vorstadt Compton berühmt geworden waren, erzählte Dr. Dre einst. Die Rap-Gruppe revanchierte sich dadurch, dass sie einen Song auf ihrem Album NIGGAZ4LIFE (1991) „Appetite for Destruction“ – nach dem Debütalbum von Guns N‘ Roses – tauften. Die beiden Bands gingen ab und an gemeinsam feiern – und planten sogar schon eine gemeinsame Tour, zu der es leider nie kam. Außerdem verband sie der Rock ’n‘ Roll. Weniger das Musikgenre, sondern eher das Mindset, wie Ice Cube es in seiner Rede zur Aufnahme von N.W.A in die „Rock and Roll Hall of Fame“ 2016 beschrieb. „Rock and Roll ist keine Musikrichtung. Rock and Roll ist ein Geisteszustand“, sagte der mittlerweile 53-jährige.