Emmanuelle Beart

Wenn ein Engel im Kino tief fliegt, kann das daran liegen, daß der Filmemacher seinen geistigen Höhenflug trotz spürbarer Bemühung nicht vom Boden brachte.

In „Verabredung mit einem Engel“ sind die durchaus vorhandenen himmlischen Ansätze (Engel plumpst in einen großen Vorgarten-Swimming Pool) in einer verteufelt biederen Story verspielt. Einziger Lichtblick in diesem sonst allenfalls lauwarmen Filmchen: Engelsgesicht Emanuelle Beart.

In ihrer Heimat Frankreich erhielt die 23jährige Tochter des Popsängers Guy Beart bereits einen Cesar für „Manons Rache“ (die Fortsetzung von „Jean de Florette“ mit Yves Montand), bei uns in Deutschland ist sie dagegen noch ein No Name.

Daran dürfte auch ihr zweiter Film in diesem Monat nicht viel ändern: Als Nachbarin des unverwüstlichen und immer noch großen und blonden Pierre Richard blödelt sich Emanuelle durch die Verfilmung eines Pariser Boulevard-Stücks.

Der deutsche Verleih hat sich wieder einmal so einen seltsamen Titel ausgedacht, der zwar mit der Story nichts zu tun hat, dafür aber bei vielen die „Bitte nicht!“ -Reaktion auslösen dürfte: „Der große Blonde auf Freiersfüßen“.

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