Endlich glücklich!


I Am Kloot: Mit einem namenlosen zweiten Album melden sich I Am Kloot zurück – und trinken zu viel Cheers! John BramweU, der Sänger von I Am Kloot, war die längste Zeit seines bisherigen Lebens eine eher ziemlich traurige Figur: Er trank wie ein Loch, spielte seine Songs ganz allein in verräucherten Pubs Iweil er Menschen sowieso nicht mochte] und weinte seiner verflossenen einzigen großen Liebe hinterher. Es und die Welt sahen nicht besonders gut aus für John BramweU. Dann kamen I Am Kloot. 1999 traf John den Gitarristen Pete Jobson und den Schlagzeuger Andrew Hargreaves, und die drei gründeten in Manchester diese wunderbare kleine Band, die gerade ihr wunderbares zweites Album veröffentlicht hat. John und Pete trinken Wein und rauchen Kette und erzählen, was geschah: Kurz nach der Bandgründung warfen sie eine Single in die Läden und spielten ihr erstes Konzert in einem pickepackevollen Club. Vor zwei Jahren erschien dann das Debüt natural history mit rätselhaften, schwarzhumorigen Akustik-Songs. Ein Erfolg. Das Zweitwerk ist noch schöner als das erste, klingt aber elektrischer und größer. Seit kurzem ist John Bramwell denn auch keine traurige Figur mehr:“.Jahrelang war ich unglücklich“, erzählt er. Jetzt bin ich 35, und die letzten sechs Monate waren die besten seit langem. Als wir mit der Band begannen, hotte ich noch nicht mal ein Zuhause. Ich war31 Jahre alt und musste auf Petes Sofa schlafen! Das war Scheiße, ich fühlte mich wie der letzte Versager und trank viel, weil ich unglücklich war.“ „Und heute“, fährt Pete dazwischen, „trinkst du viel, weil du glücklich bist“, und lacht laut. „Genau, glücklich“, sagt John, „Live“ ich Freunde gefunden habe und die Musik mache, die ich schon immer machen wollte. Außerdem ist da diese Frau. Ich war erst ein mal in meinem Leben verliebt: in sie. Sie ist wunderschön, und ich bin ein hässlicher, kleiner Alkoholiker. Nach zehn verdammten Jahren Funkstille sind wir jetzt wieder zusammen. Verstehst du. Mann? Sie liebt mich wieder!“ John Bramwell lacht und sagt dann noch, dass er niemals verraten werde, was I Am Kloot bedeutet, und dass seine Texte so rätselhaft sind, weil man nicht verstehen soll – sondern fühlen. So wie er selber das auch am liebsten tut.