Erdbeben und Anzeigen nach Die-Ärzte-Konzert auf dem Tempelhofer Feld

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Auch Berlin ist nicht vor Spießbürger*innen gefeit: Als Die Ärzte am Samstag und Sonntag (27. & 28. August) das hauptstädtische Tempelhofer Feld bespielt haben, sorgte das nicht – wie eigentlich zu erwarten – für kollektive Glückseligkeit. Alleine am Samstagabend meldeten sich 19 Personen bei der Polizei, denen die Beschallung wider Willen ein Graus war. Am Folgetag gingen ganze 84 Beschwerden ein. Vier besonders griesgrämige Anwohner*innen erstatteten Anzeige. Das berichtet die „Berliner Morgenpost“.

Kilometerweit schallten Bela, Farin, Rod durch die Nacht

Sogar drei Kilometer von der Spielstätte entfernt beklagten sich Einzelne beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Angeblich habe man Nuancen des Konzerts sogar bis in den fünf Kilometer weit entfernten Neuköllner Ortsteil Britz hören können.

Wie einige Menschen wurde auch der Berliner Boden erschüttert. So lösten Farin, Bela und Rod gemeinsam mit ihren pro Abend rund 60.000 Fans einen kleinen Erdstoß aus: „Die stärkste Erschütterung am Wochenende war am Samstag um 22.03 Uhr und entspricht einem Erdbeben mit Magnitude 1.3“, sagte ein Betreiber der Website „Erdbebennews.de“. Zu spüren war das Zittern des Bodens wohl kaum: Laut der Richterskala gibt es auf dem ganzen Globus täglich um die 8.000 sogenannte Mikro-Erdbeben, derer Wahrnehmung sich Menschen mit gewöhnlichem Sensorium entzieht.


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