ESC 2026: Kommentator Thorsten Schorn fällt bei Zuschauern durch

Viele Zuschauer ärgern sich über die Witze von Thorsten Schorn.

Das Finale des ESC 2026 hatte kaum angefangen, da hatte Thorsten Schorn beim deutschen Publikum schon die ersten Lacher – und die ersten genervten Kommentare – sicher. Der deutsche Kommentator begrüßte die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Finale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien mit einem „Griiias eich“, das offenbar nicht überall gut ankam. In den sozialen Netzwerken wurde der Einstieg sofort kommentiert: Für manche war es ein harmloser Versuch, sich dem österreichischen Gastgeberland anzunähern. Für andere klang es eher nach bemühtem Dialekt-Gag zur besten Sendezeit.

Viele ESC-Fans trauern Peter Urban nach

Dass Schorn polarisiert, ist nicht neu. Seit 2024 kommentiert er den ESC für die ARD und steht damit in der Nachfolge von Peter Urban, der den Wettbewerb über Jahrzehnte für das deutsche Publikum prägte. 2025 fiel das Urteil allerdings noch deutlich freundlicher aus. Im Netz hatte er auch viele Sympathiebekundungen bekommen, unter anderem für seine „lockere und unaufgeregte“ Art und seine angenehme Stimme.

Auch der Vergleich mit Urban fiel demnach nicht vernichtend aus: Viele vermissten zwar die Kommentatorenlegende, fanden aber, Schorn mache seine Sache ganz gut. Die Schonzeit dürfte nun aber vorbei sein. In den sozialen Medien häufen sich Reaktionen von ESC-Fans, die ihn als nervig empfinden und seine Witze kritisieren.

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Schorn muss durchhalten

Schorn hat damit ein Problem, das wohl jeder Urban-Nachfolger gehabt hätte: Er soll informieren, einordnen, unterhalten und möglichst nicht stören. Für ESC-Fans ist der Kommentar Teil des Rituals, aber auch ein Reizthema. Peter Urban durfte trocken sein und Sprüche klopfen, weil es eben schon immer so war. Schorn muss sich sein Witze-Privileg noch immer erarbeiten. 2025 schien ihm das gelungen zu sein. 2026 zeigt sich: Beim ESC kann ein Kommentator sehr schnell wieder durchfallen – manchmal schon mit einem einzigen „Griiias eich“.

Kristina Baum schreibt freiberuflich unter anderem für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.