ESC 2026: Wie kam der Auftritt von Sarah Engels für Deutschland an?
Die Zuschauer feierten die Performance, im Netz fiel die Kritik schon härter aus.
Gleich nachdem Dänemark den Eurovision Song Contest 2026 eröffnet hatte, musste schon Sarah Engels für Deutschland ran. Die Sängerin hatte im Vorfeld den beim ESC verfluchten zweiten Startplatz zugeteilt bekommen. Er ist deshalb so unbeliebt, weil in der Geschichte des Wettbewerbs noch kein Land gewinnen konnte, das an zweiter Stelle auftrat. Nach einem pompösen Show-Start geht man zudem schnell unter. Darüber hinaus: Gleich nach Sarah Engels folgt der Song von Israel, dessen ESC-Teilnahme dieses Jahr von fünf Ländern boykottiert wird.
„Es wird das halbe SWR-Budget auf der Bühne verfeuert“, attestierten Jan Böhmermann und Olli Schulz bei der Alternativ-Moderation der Österreicher. Auch besser so, schließlich heißt der deutsche Beitrag auch „Fire“. Besonders begeisterte die beiden der kleine Stunt von Sarah Engels, bei dem sich die Sängerin rückwärts von einem Podest fallen und von ihren Tänzerinnen auffangen ließ. Stimmlich klingt die Performance zwar bis auf ein paar kleine Ausrutscher solide – nach einigen weiteren Beträgen merkt man jedoch schnell: Die anderen Acts liefern längst nicht nur gesangliches Standardprogramm ab.
Wie kam der ESC-Auftritt von Sarah Engels bei den Zuschauern an?
Das Publikum in der Arena jubelte nach dem Auftritt begeistert – und tatsächlich schien die strahlende Sängerin viele Sympathiepunkte zu sammeln. Ob es aber auch für eine gute ESC-Position reichen wird? Die Zuschauer zu Hause sind da schon deutlich kritischer.
Immerhin: Sogar ein bisschen Beyoncé will da jemand erkannt haben:
Topfavorit des Abends ist Finnland
Das finnische Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen hat seine Führung bei den Buchmachern kurz vor dem ESC-Finale in Wien noch einmal ausgebaut. Mit „Liekinheitin“ kommen die beiden laut Wettquoten inzwischen auf eine Siegchance von 43 Prozent – der bislang höchste Wert für Finnland in diesem Wettbewerb. Der Startplatz 17 dürfte diese Favoritenrolle zusätzlich stützen: In der zweiten Hälfte des Feldes platziert, haben Lampenius und Parkkonen gute Chancen, beim Publikum und den Jurys nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben.
Als stärkste Herausforderin gilt Australien. Delta Goodrem geht mit „Eclipse“ und einer Quote von 15 Prozent ins Rennen. Dahinter ist das Feld deutlich enger: Griechenland mit Akylas und „Ferto“ sowie Israel mit Noam Bettan und „Michelle“ liegen jeweils bei sieben Prozent, Rumänien folgt mit Alexandra Căpitănescu und „Choke Me“ bei fünf Prozent. Auch Dänemark, Italien und Bulgarien werden noch Außenseiterchancen eingeräumt. Für Deutschland sieht es dagegen düster aus: Sarah Engels liegt mit „Fire“ bei unter einem Prozent.






