Logo Daheim Dabei Konzerte




Blackout Tuesday
Highlight: #DaheimDabeiKonzerte: Erlebt The White Buffalo im Stream

Themeninterview

Frank Spilker (Die Sterne): „Das Individuum ist dafür verantwortlich, den kategorischen Imperativ zu befolgen“

Die Band Die Sterne, wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr. Thomas Wenzel und Christoph Leich haben die Gruppe verlassen, Frank Spilker macht mit einer Reihe anderer Musiker alleine weiter. Ist das das Ende des Kollektivgedankens für ein Projekt, das immer besonderen Wert auf demokratische Verhältnisse gelegt hat?

Die Sterne haben sich schon immer circa alle zehn Jahre verändert. Diesmal ist der Einschnitt aber besonders tief. Wie ist es dazu gekommen?

Es gab einen langen Entfremdungsprozess in der Band. Der springende Punkt war nicht, dass es auf Tour nicht mehr geklappt hätte, auch menschlich haben wir uns noch verstanden, doch der kreative Teil hat nicht mehr funktioniert. 2018 haben wir eingesehen: Da kommt nichts mehr. Christoph Leich, der Schlagzeuger, war beruflich in Berlin gebunden, und Bassist Thomas Wenzel hatte irgendwie keine Lust mehr, sich mit meinen Sachen auseinanderzusetzen – das war der Kernkonflikt. Wenn man keine Lust hat, mit dem Sänger in der Band Musik zu machen, dann ist eine Band am Ende. Für mich folgte die Frage: Führe ich das weiter? Ist es fair, etwas, das ich mit anderen Leuten mache, noch „Die Sterne“ zu nennen? Letztlich habe ich mich dafür entschieden, und die ganze Ex-Band hat das auch unterstützt.

Hattest du dazwischen auf eigene Faust weitergearbeitet?

Ich habe in der ganzen Zeit Ideen gesammelt, Stücke geschrieben und auch schon ganz viel arrangiert, in der Absicht, es irgendwann mit den Sternen umzusetzen. Als klar war, dass das nicht passieren wird, hat es noch ein dreiviertel Jahr gedauert, bis ich alle Parameter zusammen hatte, und mit dem Material bin ich dann nach Köln.

Da waren dann Jan Philipp Janzen und Phillip Tielsch von Von Spar deine Partner. Sind sie nun auch Bandmitglieder?

Mir ist es lieber, es erst mal als vorübergehende Produktionsgemeinschaft zu begreifen. Das ist im Grunde nur eine Frage des Auftretens. Entweder man macht ein Bandfoto und behauptet: Das sind die neuen Sterne. Oder man nimmt diesen Zustand erst einmal als Übergang wahr. Aber die Atmosphäre bei den Aufnahmen war so gut, dass ich zuversichtlich bin, dass daraus eine längere Zusammenarbeit entsteht.



MUSIKEXPRESS DAY heute um 19 Uhr bei #DaheimDabeiKonzerte – der offizielle Trailer
Weiterlesen