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Fremdschämen mit Kay One: Wie „DSDS“-Niveau doch noch sinken kann

Da denkt man, von Kay One haben wir nach dem Streit mit Bushido genug sehen und hören müssen, da kommt er nun, neben Marianne Rosenberg, Mieze Katz (Mia.) und Dieter Bohlen, als Juror bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) daher. Warum gerade Möchtegernrapper Kay zumindest fadenscheinig für Deutschlands Nachwuchsmusiker verantwortlich sein soll, das fragt man bei RTL schon gar nicht mehr. Doch dass sein Auftritt beim Beginn der elften Staffel „DSDS“ die erwartete Peinlichkeit sogar noch überstieg, überraschte sogar uns.

Mit Sprüchen wie: „Machos an die Macht, du weißt“, oder „Ich geh‘ voll nach Aussehen“ verteidigte er die von „DSDS“ aufgedrückte Machorolle immerhin kräftig. Auch seine Unfähigkeit sich zu artikulieren amüsierte bestimmt einige Zuschauer, wobei die Ungeniertheit, große Oberweiten guten Stimmen vorzuziehen, einen letztendlich doch den Kopf schütteln ließ. Da hatte man sogar von „DSDS“ mehr erwartet.

Erst kürzlich hatte Prince Kay One, wie er sich in voller Länge nennt, durch seinen Streit mit Bushido einiges an Aufmerksamkeit genießen dürfen. Dass Kenneth Glöckler, wie Kay One mit bürgerlichem Namen heißt, es dann doch nicht schafft, durch sein lyrisches Talent die Blicke auf sich zu ziehen, wundert nach versuchten Dissreimen wie „Du hast in den Teller gespuckt aus dem wir zwei aßen, geh Dich eingraben“ auch eher wenig.

Trotz oder gerade wegen Kay One interessieren sich übrigens immer weniger Zuschauer für „Deutschland sucht den Superstar“: Die elfte Staffel der Castingshow, die am 8. Januar 2014 auf RTL ihren Auftakt feierte, sahen 2,7 Millionen Menschen zwischen 14 und 49 Jahren. Der Marktanteil von 22,3 Prozent war somit der schwächste der gesamten „DSDS“-Geschichte. Und wenn man seinen eigenen Songtexten glauben mag, muss die Hoffnung auf einen baldigen Medienrückzug von Kay One ohnehin nicht vollends begraben werden: „Seit ich geboren bin bereit ich nur Probleme und selbst wenn ich gehe weiß ich, dass ich keinem von euch fehle“.



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