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Interview

Fünf Fragen an die deutsche Band CHILDREN: Was macht die Corona-Krise mit Euch?

Das Duo CHILDREN klingt mit seinem verträumten Synthie-Pop ein bisschen wie der Moment der deutschen Geschichte, zu welchem sie nun in der Corona-Krise große Parallelen sehen: die Wendezeit. Die haben sie nämlich in ihrer Kindheit in Ostdeutschland hautnah miterlebt. Irgendwann zog es Steffi und Laura dann aber nach Berlin. Diesen Schritt scheinen sie auch 2014 in ihrem Debütalbum LEAVING HOME verarbeitet zu haben. Ende Januar diesen Jahres folgte schließlich ihr zweites Album HYPE. Und das wollten die beiden gerade promoten. Doch dann kam Corona. 

ME: Wo seid Ihr gerade und wie geht es Euch dort?

CHILDREN: Wir sind gerade in unserem Home Studio in Neukölln. Wir sind fit soweit und nach der ersten großen Verunsicherung versuchen wir uns jetzt auf die Veränderungen einzustellen. Wir wohnen zum Glück nicht weit auseinander und haben in den letzten Tagen machmal einen Spaziergang in der Sonne übers Tempelhofer Feld gemacht und dann ab ins Studio. Wir haben auf jeden Fall Glück einen Raum zu haben, in den wir uns zurückziehen können und an dem wir weiter zu zweit Musik machen können. Wir sind in den 90ern nach der Wende in Ostdeutschland aufgewachsen und unsere Eltern haben einen gravierenden Systemwandel mitgemacht als sie ungefähr so alt waren wie wir jetzt. Das haben wir damals als Kinder mitbekommen. Die Corona-Krise fühlt sich auf jeden Fall auch wie eine Wende an, die zu krassen Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft führt. Vielleicht können wir etwas von den Learnings unserer Eltern und unserer Transformationserfahrung für diese Krise nutzen.

Inwiefern seid Ihr von der Corona-Krise betroffen?

Wir haben Ende Januar unser Album HYPE veröffentlicht und waren, wie sagt man so schön, gerade mitten in der Promo-Phase. Eigentlich wären wir gerade auf Tour zum Album. Festivals, die gebucht waren, sind bereits verschoben, einige werden wahrscheinlich auch ganz abgesagt. Also, wie wahrscheinlich sehr viele Musikerinnen und Musiker und alle Leute hinter der Bühne, die im Live-Bereich unterwegs sind, ist das Virus gerade echt eine Herausforderung, vor allem finanziell. Und es gibt einfach insgesamt eine riesige Verunsicherung in der ganzen Musikbranche, wie es in den nächsten Monaten weitergeht, weshalb es gerade schwierig ist irgendetwas zu planen.

Wie nutzt Ihr aktuell die Zeit? Musik machen oder doch lieber Netflix?

Wir sind im Studio und arbeiten an neuen Songs, was wir allerdings auch ohne Krise gemacht hätten. Mit der abgesagten Tour haben wir jetzt mehr Zeit dafür, was auf eine Art auch schön ist. Und Musik machen geht immer. Vor allem sehen wir es als ein Geschenk, die Möglichkeit zu haben, produktiv mit freier Zeit zuhause umgehen zu können. Netflix, klar, darf nich fehlen, aber nach dem recht intensiven 2019, in dem wir unser Album fertig geschrieben und produziert haben, ist es gerade auch richtig schön mal ein paar Tage zuhause zu chillen und dem Frühjahrsputz und der Freizeit die Aufmerksamkeit zu schenken, die er all die anderen Jahre nicht bekommen hat.

Auf welche drei Dinge könnt Ihr zurzeit nicht verzichten?

1. Zuverlässige Internetverbindung

2. Unsere Instrumente

3. Spazieren gehen in physical distance



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