Zusammenfassung

„Game of Thrones“: 10 Details, die Euch in „Die Letzten der Starks“ vielleicht entgangen sind

Im Vergleich zur vergangenen „Game of Thrones“-Folge, in der zahlreiche Menschen ihr Leben lassen mussten und Arya durch ihre Ermordung des Nachtkönigs zur Heldin wurde, hatte die aktuelle Episode mit dem Titel „Die Letzten der Starks“ verhältnismäßig wenig Action zu bieten. Dennoch gab es auch dieses Mal zahlreiche Anspielungen und sogar Cameos, die sich geschickt zwischen (un-)erwarteten Liebesszenen und fatalen Überraschungsangriffen versteckt haben. Wir haben die wichtigsten von ihnen für Euch zusammengefasst.

1. Der Vorspann

Aufmerksame Zuschauer werden bereits gemerkt haben, dass sich die Opening-Credits der achten Staffel von Folge zu Folge minimal verändert haben.

Während sich in vergangenen Episoden das Eis rapide in Richtung Winterfell bewegte und somit das Eintreffen des Nachtkönigs und seiner Weißen Wanderer ankündigte, ist nun Winterfell selbst von den Veränderungen betroffen.

Im neuen Vorspann ist die Heimat der Starks komplett zerstört und auch die brennenden Leichenhaufen außerhalb der Mauern können entdeckt werden. Mal sehen, ob sich diese auch in dem Vorspann der nächsten Folge noch dort befinden.

2. Das Trinkspiel

Tyrion, Jaime und Brienne spielen bei der ausgelassenen Siegesfeier auf Winterfell ein Trinkspiel, bei dem eine Person eine Vermutung über die Vergangenheit eines anderen Mitspielers anstellt und dieser trinken muss, sofern der Herausforderer mit seiner Aussage richtig liegt. Dieses Spiel scheint sich in Westeros oder aber zumindest bei Tyrion großer Beliebtheit zu erfreuen, denn es ist inzwischen dreimal in der Serie aufgetaucht.

Tyrion, Shae und Bronn spielten es zum ersten Mal in der ersten Staffel. In der sechsten Staffel versucht der jüngste Lannister dann, mit dem Spiel die beiden Spaßbremsen Missandei und Greyworm aus der Reserve zu locken – erfolglos.

3. Benioff und Weiss als Wildlinge

Während Tormund seine enthusiastische Lobeshymne auf Jon hält und Daenereys‘ Neid seinen vorläufigen Zenit erreicht, können die beiden Showrunner David Benioff und D.B. Weiss in der Gruppe jener Wildlinge gesehen werden, die dem Riesenbezwinger aufmerksam zuhört.

Weiss erklärte in einem „Game Revelaed“-Video auf YouTube: „Ich war besorgt, dass wir die Szene versauen könnten, aber ich glaube, das haben wir nicht getan.“ Damit könnte er richtig liegen – schließlich war ein nicht unerheblicher Teil der Fans damit beschäftigt, sich über den vergessenen Kaffeebecher zu amüsieren.

4. Aryas Antwort auf Gendrys Antrag

Als Gendry vor Arya niederkniet und sie darum bittet, ihn zu heiraten und so die Lady von Sturmkap zu werden, schlägt diese seinen Antrag mit den folgenden Worten aus:

„Ich bin keine Lady, bin nie eine gewesen. So bin ich einfach nicht.“

Diese Erklärung ist ein direkter Callback zu verschiedenen Szenen der vergangenen Staffeln. Erstmals antwortet Arya ihrem Vater Ned Stark in der ersten Staffel mit den Worten „So bin ich einfach nicht“, als dieser mit ihr über ihr bevorstehendes Leben als Lady redet.

Das nächste Mal fallen diese Worte, als Arya ihrer Schattenwölfin Nymeria nach langer Trennung in der Wildnis begegnet und das Tier erneut von dannen ziehen lässt, als sie realisiert: „So bist du einfach nicht.“

5. Brans Rollstuhl

Bran erzählt Tyrion, dass sein Rollstuhl jener Konstruktion entspreche, die bereits Daeron Targaryen vor 120 Jahren für seinen Neffen gebaut habe. Daeron Tagaryen war der älteste Sohn König Aegon Targaryens III und – zumindest in den Büchern – einer von Jons größten Helden.

6. Wo die Macht wohnt

Als Bronn Jaime und Tyrion mit einer Armbrust überrascht und sich darüber beschwert, dass er bisher keine der ihm versprochenen Reichtümer erhalten habe, setzt Tyrion dazu an, dem verärgerten Kopfgeldjäger mit folgendem Zitat zu antworten:

„Die Macht wohnt dort, wo die Menschen glauben, dass…“

Die-Hard-Fans der Serie dürfte der Anfang dieses Sprichworts bekannt vorgekommen sein. In der zweiten Staffel ist es Varys, der es benutzt, um Tyrion die Komplexität des Machtkonzepts zu erklären. Komplett lautet es:

„Die Macht wohnt dort, wo die Menschen glauben, dass sie wohnt. Alles nur Täuschung. Ein Schatten an der Wand. Und ein sehr kleiner Mann kann einen sehr großen Schatten werfen.“

Varys‘ Worte scheinen bei Tyrion also Eindruck hinterlassen zu haben.

7. Sandor Cleganes Plan

Als Arya sich auf ihrem Pferd zu Sandor Clegane gesellt, um diesen spontan nach Königsmund zu begleiten, erklärt ihr der Hund, dass er dort noch etwas zu erledigen habe. Es lässt sich vermuten, dass er hiermit auf die geplante Ermordung seines Bruders anspielt.

Bei der letzten Begegnung der Brüder hatte Sandor dem reitenden Berg immerhin indirekt versprochen, für dessen bevorstehendes Ende verantwortlich zu sein. Wir hoffen auf ein episches Duell zwischen Hund und Berg, aus dem der jüngere (und vor allem liebenswertere) Sandor schließlich als Gewinner hervorgeht.

8. Aryas Plan

Ähnlich verhält es sich mit Aryas Antwort auf die kryptische Aussage Sandors. Mit großer Wahrscheinlichkeit bezieht sich Aryas unvollendete Aufgabe auf ihre Kill-List. Hierauf stehen inzwischen nur noch zwei Namen: Gregor Clegane und Cersei Lannister. Da davon auszugehen ist, dass Sandor den Angriff auf seinen Bruder übernimmt und Cersei derzeit ohnehin die größere Gefahr für Westeros darstellt, liegt die Vermutung nahe, dass Arya es aktuell auf die Königin abgesehen hat. Es bleibt abzuwarten, ob sie hierbei ebenso erfolgreich sein wird wie bei der Ermordung des Nachtkönigs.

9. Der Skorpion

Als sich Daenerys und ihre Gefolgschaft auf Königsmund zubewegen, werden sie überraschend von Euron Greyjoys Armee angegriffen, wobei Drache Rhaegal von mehreren Pfeilen getroffen und getötet wird. Euron benutzt hierfür eine gigantische Armbrust, die den Namen „Der Skorpion“ trägt.

Erfunden wurde diese monströse Waffe von Cerseis Berater Qyburn, wie wir bereits in Staffel 7 erfahren, als er Cersei den Skorpion an einem echten Drachenschädel ausprobieren lässt.

In der vierten Folge der siebten Staffel darf Bronn die Waffe dann zum ersten Mal in einer Schlacht benutzen. Hierbei wird Drogon zwar verletzt, jedoch nicht tödlich verwundet. Leider hatte Rhaegal diesmal weniger Glück.

10. Daenerys‘ fortschreitender Wahnsinn

Kurz bevor Gregor Clegane Greyworms Geliebter und Daenerys‘ engster Vertrauter Missandei den Kopf abschlägt, fragt Cersei sie nach ihren letzten Worten. Missandei überlegt kurz und entscheidet sich schließlich für: „Dracarys“.

Auch Daenerys benutzt das Wort „Dracarys“, wenn sie ihre Drachen dazu auffordert, den Gegner mit Feuer zu attackieren. Missandei ruft also mit ihren letzten Worten Daenerys dazu auf, Cersei und ihre Gefolgschaft (mit Feuer) zu vernichten. Auch Aerys II, der Vater der Drachenkönigin, rief einst im Wahnsinn: „Verbrennt sie alle!“

Addiert man Tormunds Aussage, dass nur ein Verrückter auf einem Drachen reite, Varys‘ Sorgen um den mentalen Zustand seiner Königin und Daenerys‘ eigene Aussage, es sei ihre Aufgabe, alle Tyrannen zu vernichten, liegt also die Vermutung nahe, dass auch die anfangs so gutmütige Daenerys sich langsam gen Wahnsinn bewegt.

Mit nur noch zwei verbleibenden Folgen neigt sich die finale „Game of Thrones“-Staffel dem Ende zu. Ob Arya schließlich alle Namen auf ihrer Liste durchstreichen kann, es zum legendären Kampf zwischen Hund und Berg kommt und wer am Ende auf dem Eisernen Thron sitzt, erfahren wir vielleicht schon am 12. Mai, wenn es mit der vorletzten Folge der 8. Staffel weitergeht.

 

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