Zusammenfassung

„Game of Thrones“: 15 Details, die Euch in „Der Eiserne Thron“ vielleicht entgangen sind

Nun ist es endlich so weit: Mit der sechsten Folge der achten und somit finalen „Game of Thrones“-Staffel mussten wir uns schweren Herzens von der legendären Fantasysaga verabschieden. Während die Meinungen über den gewählten Serienausgang stark auseinander gehen, lässt sich doch nicht abstreiten, dass Benioff und Weiss es auch dieses Mal geschafft haben, den Zuschauer immer wieder mit unerwarteten Plot Twists zu überraschen.

Man könnte annehmen, das verhältnismäßig langsame Erzähltempo der Folge weise auf das Fehlen handlungsrelevanter Inhalte hin. Tatsächlich weist „Der Eiserne Thron“ mit seiner Fülle an diplomatischen Verhandlungen und symbolträchtigen Bildern aber auch dieses Mal wieder zahlreiche Anspielungen auf, die nur den aufmerksamsten Zuschauern aufgefallen sein dürften. Wir haben die wichtigsten Details für Euch zusammengefasst.

1. Der wappenlose Thron

Auch dieses Mal wurden einige Veränderungen am Vorspann der Serie vorgenommen. So befindet sich Köngsmund nun in Trümmern und ein riesiger Riss zieht sich an jener Stelle entlang, an der Cersei und Jaime Lannister sich ein letztes Mal in den Armen lagen.

Das wichtigste Update betrifft jedoch den leeren Kreis oberhalb des Eisernen Throns. Befand sich in vergangenen Folgen noch ein Löwe an dieser Stelle, so wurde das Wappentier der Lannisters nach dem Tod Cerseis fürs Erste entfernt. Gäbe es eine siebte Folge, würde in ihrem Vorspann wohl ein Wolf in der Mitte des Kreises prangen. Oder vielleicht doch eher ein dreiäugiger Rabe?

2. Khal Drogos Versprechen

Als Daenerys am Anfang der Folge vor ihrer Armee steht, bedankt sie sich unter anderem bei den Dothraki dafür, dass diese all ihre Versprechen in die Tat umgesetzt hätten. So fasst sie zusammen: „You killed my enemies in their iron suits. You tore down their stone houses. You gave me the Seven Kingdoms.“

Mit dieser Rede nimmt Daenerys direkten Bezug auf ein Versprechen, das Khal Drogo ihrem gemeinsamen ungeborenen Baby in der siebten Folge der ersten Staffel macht. Bereits in der sechsten Staffel übernimmt die Drachenreiterin Drogos Worte, als sie die Dothraki in einer mitreißenden Rede fragt, ob diese für ihre Khaleesi kämpfen und die Männer in den eisernen Anzügen töten würden.

Stellvertretend für den verstorbenen Khal haben nun seine Dothraki dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt – mit fürchterlichen Folgen.

3. Liebe ist der Tod der Pflicht.

In seinem Gespräch mit Tyrion zitiert Jon Snow Maesta Aemon, als er erklärt: „Liebe ist der Tod der Pflicht.“ Aemon teilt diese Weisheit gekoppelt mit der schockierenden Tatsache, dass er selbst ein Targaryen ist, in der neunten Folge der ersten Staffel mit Jon, als dieser darüber nachdenkt, die Nachtwache zu verlassen, um seinem „Bruder“ Robb Stark im Kampf zur Seite zu stehen.

Maesta Aemons Aussage gewinnt dadurch an prophetischer Bedeutung, dass er Jon außerdem erklärte, im Leben jedes Mannes komme irgendwann der Tag, an dem er sich zwischen Liebe und Pflicht entscheiden müsse. Jon trifft diese schwere Entscheidung schließlich in dieser Folge mit der Ermordung seiner Königin.

4. Daenerys und der Eiserne Thron

Als Daenerys sich dem Eisernen Thron nähert und diesen endlich berührt, weiten sich ihre Augen und sie realisiert, dass sich ihre Vision aus dem Haus der Unsterblichen an dieser Stelle bewahrheitet hat. Nahmen damals viele Zuschauer an, bei den weißen Flocken in der Luft und auf dem Thron handle es sich um Schnee, so wissen wir nun, dass der tatsächliche Belag aus Asche besteht.

Kurz bevor Daeny in ihrer Vision den Thron berühren kann, wird sie von dem Schrei eines Babys gestört, dem sie daraufhin folgt. Ihre Suche führt sie zu einem Zelt, in dem sie auf den verstorbenen Drogo und ihren ungeborenen Sohn trifft.

Diese Szene lässt sich im Nachhinein damit erklären, dass Daenerys auch in der Realität noch vor Besteigen des Throns vom Tod eingeholt wird. Ob sie tatsächlich im Jenseits mit ihrer Familie wiedervereint wird, bleibt jedoch reine Spekulation.

5. „Game of Thrones“ vs. „Herr der Ringe“

Ob bewusst oder unabsichtlich: „Game of Thrones“ spielt immer wieder mit Parallelen zu Tolkiens „Herr der Ringe“. So ähnelt beispielsweise die Szene, während der Daenerys sich ihrer Armee zu- und somit von der Kamera abwendet, stark der „Die Zwei Türme“-Aufnahme, in der Saruman seine Armee dazu auffordert, nach Helms Klamm zu marschieren.

Drogons Entscheidung, den Eisernen Thron zu zerstören, erinnert wiederum an Frodos Aufgabe „Den Eine Ring“ zu vernichten. Beide Gegenstände verleihen ihrem Besitzer unfassbare Macht und sorgen gleichzeitig dafür, dass dieser nach und nach dem Wahnsinn verfällt.

6. Grey Worms Ziel

Als Grey Worm und seine Kameraden Königsmund verlassen, erwähnt er, dass die Unbefleckten sich auf den Weg nach Naath machen.

Naath ist Missandeis Heimatland, nach dem sich Daenerys‘ engste Vertraute schon seit langem sehnt. Zu Beginn der achten Staffel schmieden Grey Worm und seine Geliebte deshalb den Plan, nach Beendigung des Krieges auf ebenjener Insel ihr gemeinsames Leben zu beginnen. Da Missandei dieses Vorhaben jedoch ähnlich wie Drogo nicht in die Tat umsetzen kann, beschließt Grey Worm, es an ihrer Stelle zu tun und so ihren letzten Wunsch zu ehren.

7. Aryas Ziel

Am Ende der Folge offenbart Arya ihr Vorhaben, gen Westen zu ziehen. Dieses Verlangen scheint sie bereits seit der sechsten Staffel zu hegen.

In einem Gespräch mit Lady Crane erzählt Arya, dass niemand so genau wisse, was sich westlich von Westeros‘ befinde – und dass sie es gerne herausfinden würde. Nun scheint der richtige Zeitpunkt für dieses Abenteuer gekommen zu sein.

8. Der Hohe Rat

Fakt ist: In den vergangenen Staffeln hat sich ein großer Teil der Handlung um die Mitglieder der Häuser Stark, Targaryen und Lannister gedreht. Man kann es dem Zuschauer also nicht verübeln, wenn seine Synapsen bei Betrachtung des Hohen Rates Probleme damit haben, jedem der dort anwesenden Gesichter eine klare Herkunft und Identität zuzuordnen.

Die Runde, die nach Daenerys‘ Tod über den zukünftigen Herrscher Westeros‘ diskutiert, besteht neben einigen auch uns unbekannten Gesichtern aus Samwell Tarly (Lord von Hornberg), Edmure Tully (Lord von Schnellwasser), Robin Arryn (Lord von Hohenehr), Yohn Royce (Lord von Runenstein), Ser Brienne von Tarth, Ser Davos Seewert, Gendry Baratheon (Lord von Sturmkap), Yara Greyjoy (Prinzessin der Eiseninseln), dem Prinzen von Dorne und den verbliebenen Starkgeschwistern Sansa (Lady von Winterfell), Arya und Bran.

9. Edmure Tully – der ewige Trottel

In „Der Eiserne Thron“ sorgte Edmure Tully damit für amüsierte Gesichter, dass er es als angebracht empfand, sich selbst als Daenerys‘ Thronfolger vorzuschlagen.

Bereits in der Vergangenheit war der Lord von Hornberg in besonders angespannten Situationen immer wieder für den „Comic Relief” verantwortlich. So scheiterte er beispielsweise in der dritten Folge der dritten Staffel lächerlich oft daran, das auf einem Fluss dahinschippernde Boot mit dem Leichnam seines Vaters mit einem brennenden Pfeil zu treffen und so in Flammen aufgehen zu lassen.

10. Briennes Rüstung

Briennes neue Rüstung offenbart dem aufmerksamen Zuschauer nicht nur, dass sie zum neuen Lordkommandant der Königswache ernannt wurde. Der Rabe auf ihrer Brust bestätigt außerdem unsere Annahme, dass Bran wegen seiner Identität als Dreiäugiger Rabe das Wappen der Starks abgelegt und gegen ein passenderes eingetauscht hat.

10. Das „Buch der Brüder“

In der gleichen Szene können wir Brienne dabei zusehen, wie sie Jaimes Eintrag im „Buch der Brüder“ vervollständigt. Diese Chronologie, die auch „Das Weiße Buch“ genannt wird, besteht aus Informationen zu allen Rittern, die jemals der Königswache gedient haben.

Bereits in der vierten Staffel konfrontiert Brienne Jaime mit dessen wenig schmeichelhaftem Ruf als Königsmörder, der auch in seinem Kapitel im „Weißen Buch“ festgehalten wurde. Jaime erklärt daraufhin, dass es allein dem Lordkommandanten erlaubt sei, Einträge in der Sammlung vorzunehmen. Außerdem habe er noch genug Zeit, um mit positiveren Leistungen für eine Fortsetzung seines Kapitels zu sorgen.

Dass er mit dieser Einschätzung Recht behalten sollte, zeigen Briennes wohlwollende Worte, die sie am Ende der Folge mit Tinte auf die Seiten zaubert.

11. „A Song of Ice and Fire“

Ein weiteres Buch feiert in „Der Eiserne Thron“ Premiere: „Das Lied von Eis und Feuer“.

Wie wir alle wissen, ist dies der originale Titel der Buchreihe, die George R.R. Martin 1996 begann und bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht beendet hat.

In der Serie handelt es sich dabei jedoch um die Geschichte all jener Kriege, die sich nach König Robert Baratheons Ableben zugetragen haben. Geschrieben wurde es von Erzmaester Ebros mit ein wenig Hilfe von Sam, der angibt, für den Titel der Sammlung verantwortlich zu sein.

Bereits in Staffel 7 erzählt Ebros Sam von seinen Plänen, eine solche Chronologie zu schreiben. Zu diesem Zeitpunkt hat der Wälzer jedoch noch einen sehr sperrigen und vor allem langen Arbeitstitel. Sam schlägt daraufhin vor, vielleicht lieber „etwas Poetischeres“ zu wählen. Mit „Ein Lied von Eis und Feuer“ ist ihm das definitiv gelungen.

12. Ser Davos – der Grammatik-Pendant

Während der ersten Versammlung des neuen königlichen Rats verbessert Ser Davos Bronn, als dieser einen grammatikalischen Fehler macht.

Diese Szene ist deshalb bemerkenswert und vor allem amüsant, da Ser Davos zu Beginn der Serie Analphabet ist und Unterricht im Lesen von Stannis Baratheons Tochter Sharin bekommt. Die jüngste Baratheon muss zwar schließlich auf grausame Weise ihr Leben lassen – Ser Davos wird sie aber allein für all die Lektionen, die sie ihm erteilt hat, für immer in Erinnerung bleiben.

13.  Tyrion und die Stühle

Kurz bevor die restlichen Mitglieder des königlichen Rates eintreffen, nimmt Tyrion sich die Zeit, einige der unordentlich stehenden Stühle an die Tafel heranzurücken.

Bereits in der dritten Staffel kann der Zuschauer den jüngsten Lannister dabei beobachten, wie er einen der Stühle von Tisch entfernt und mit einem nervtötenden Quietschen langsam über den Boden zieht. Damals tut er dies, um seinem verhassten Vater Tywin Lannister, der zu diesem Zeitpunkt außerdem die Hand des Königs ist, seinen Unmut kundzutun.

Die Szene zeigt also auf amüsante Weise, wie Tyrion entgegen all seiner getroffenen Vorkehrungen schließlich doch den Platz seines Vaters einnimmt.

14. Sansas Kleid

Das Kleid, das Sansa bei ihrer Krönungsfeier trägt, ist nicht nur aufwändig verarbeitet, sondern symbolisiert außerdem die Unabhängigkeit des Nordens.

Die in den Stoff gestickten Blätter entsprechen denen des Wehrholzbaums und stehen somit für Sansas Wandel vom verzogenen Gör, das sich nach dem Süden sehnt zur stolzen Königin des Nordens.

15. Die finale Szene

Die letzte Szene der Serie zeigt Jon und die Wildlinge dabei, wie sie die Schwarze Festung verlassen und in die Wildnis ziehen. Damit endet die Serie genau so, wie sie vor acht Jahren begonnen hat.

Damals begegnet die Nachtwache bei ihrem Ausflug ihrem ersten Weißen Wanderer. Inzwischen ist die Gefahr gebannt und die Männer können sich ohne Bedenken außerhalb der Mauern aufhalten.

Der Kreis schließt sich.

 

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