Husten: Neue Single statt Tour-Verschiebungs-Blues

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„Von der Ankündigung am 9. Januar 2019 bis zur ersten Show werden mehr als 1.200 Tage vergangen sein“, schreibt die Band Husten. Denn auch sie muss pandemiebedingt ihre bereits verschobene Tour ins Jahr 2022 legen. Neue Termine für die unten aufgeführte Tour werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

Ersatztermine aus 2021:

13.5.21: Berlin, Kantine am Berghain – AUSVERKAUFT
14.5.21: Berlin, Lido – AUSVERKAUFT
19.5.21: Leipzig, UT Connewitz
20.5.21: Hamburg, Molotow – AUSVERKAUFT
21.5.21: Hamburg, Molotow – ZUSATZSHOW
22.5.21: Köln, Gebäude 9
27.5.21: Hannover, Lux
28.5.21: Wiesbaden, Schlachthof
29.9.21: Bielefeld, Movie – NEU
04.6.21: München, Ampere
25.9.21: Berlin, Lido – NEU – 2. ZUSATZSHOW

Husten veröffentlichen „Weit leuchten die Felder“

Auch hält die Trauer der Umdisponierung nicht lang an – Husten versüßen die negative Nachricht mit der Verkündung eines neuen Songs. Neben „Weit leuchten die Felder“ versprechen Husten zusätzlich „noch viele schöne Husten-Dinge“.

In „Weit leuchten die Felder“ besingt und umschreibt Gisbert zu Knyphausen einen hörbaren Verlust des eigenen Selbst, so scheint es. Begleitet von Streich-Instrumenten klingt seine Stimme noch melancholischer als ohnehin. Der anfängliche, im Hintergrund hörbar ruhige Herzschlag baut sich während des Liedes auf und verwandelt sich schlussendlich in eine elektronische Symphonie, die das veränderte Stimmungsbild unterstreicht.

Passend zum Titel singt er: „Weit leuchten die Felder / Weit, Städte und Wälder / Weit über mir selber“ während eine Drohnen-Aufnahme im Video die Zeilen vorerst veranschaulicht. Der Clip spielt mit Bildüberlagerungen in verschiedensten Formen und Arten. Erst verträumt, bis es verspielter, verrückter, offensichtlicher wird. Auch damit wird der veränderte Blick auf das eigene, wenn auch narrative Ich veranschaulicht.

Seht das Musikvideo zu „Weit leuchten die Felder“ hier:

Husten sind Moses Schneider, Gisbert zu Knyphausen und der dünne Mann.

Während Schneider und „der dünne Mann“ sich bereits aus einer Zusammenarbeit von vor zwanzig Jahren kennen, lernten sich zu Knyphausen und Schneider bei der Arbeit an Olli Schulz‘ Album „SOS – Save Olli Schulz“ aus dem Jahr 2012 kennen. Husten formte sich aus der Idee, einen Soundtrack zu einem Film – basierend auf Tino Hanekamps Roman „Sowas von da“ – zu produzieren. Obwohl der Film damals noch nicht zustande kam, behielten sie die Band, die fortan von Überbleibseln vergangener Jahre lebte. Hier ein Schlagzeug-Take und dort ein Sample, das niemand wollte, ergänzt durch neue Melodien von zu Knyphausen.

Ihr Debüt feierten Husten im Jahr 2017 mit ihrer gleichnamigen EP. Im März vergangenen Jahres veröffentlichten sie ihr aktuelles und drittes Werk WOHIN WIR DREHEN. Nun melden sie sich mit ihrem neuen Song zurück, der nur den Beginn „vieler schöner Husten-Dinge“ markieren soll.


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