Japandroids

Ein donnerndes Duo aus Kanada tritt das geistige Erbe Mcluskys an.

Diese Band ist ein einziger Kompromiss. Weil kein Mädchen mit Gitarrist Brian King und Drummer David Prowse (nicht der gleichnamige Darth-Vader-Darsteller) abhängen wollte, mussten die beiden ihren Wunsch nach einer Sängerin aufgeben und selbst ans Mikro gehen. Weil sie sich weder auf „Japanese Scream“, noch auf „Pleasure Droids“ als Bandnamen einigen konnten, müssen sie mit der Kreuzung Japandroids leben. Der Kompromiss als Konzept. Doch wie schon der französische Politiker Aristide Briand wusste, ist ein Kompromiss erst dann vollkommen, wenn alle daran Beteiligten unzufrieden sind. Unzufrieden sind sie bis heute. Nur so konnten Japandroids vollkommen werden. Auf ihrem Debüt POST-NOTHING geben sie ihrer Frustration über mangelndes Interesse der Frauenwelt, fehlende Unterstützung ihrer Heimat Vancouver für junge Musiker und die generelle Ödnis kanadischer Provinz ein Gesicht. Allerdings ein nicht nur wutverzerrtes, sondern eines, das die tongue in die cheek stecken kann wie einst Mclusky. Deren Klassiker „To Hell With Good Intentions“ ist nicht umsonst fester Bestandteil von Japandroids‘ Live-Sets.

Albumkritik ME 10/2009 www.myspace.com/japandroids 2000 Brian King und David Prowse begegnen sich auf dem Campus ihrer Uni in Victoria/Kanada.

2007/08 Als Japandroids veröffentlichen sie die EPs „All lies“ und „Lullaby Dealhjams“.

2008 Die Band unterschreibt beim US-lndielabel Polyvinyl und veröffentlicht am 11. September ihr Debüt POST-NOTHING.

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