JYP und Sony Music casten neue K-Pop-Boygroup in Japan

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Das K-Pop-Erfolgsduo JYP Entertainment und Japans Sony Music wollen nach ihrem Erfolg mit der japanischen K-Pop-Girlgroup NiziU mithilfe eines nationalen Castings eine neue K-Pop-Boygroup gründen.

Die Casting-Pläne sind eine Erweiterung des „Nizi-Projekts“. NiziU wurde 2020 von JYP und Sony Music gegründet. Für die neue Band werden die beiden Unternehmen in acht japanischen Städten sowie in Seoul, Los Angeles und New York Castings abhalten, um die Mitglieder des zukünftigen K-Pop-Acts zu finden.

Die Teilnehmer werden in verschiedenen Kategorien wie Gesang und Tanz, Modeln, Rap und Songwriting bewertet, wobei der Chef von JYP Entertainment und K-Pop-Guru Park Jin-young die Auditions leiten werden. Die beiden Unternehmen planen, die Vorsprechen bis Dezember durchzuführen und geben anschließend die Mitglieder bekannt, die im Dezember des nächsten Jahres als Teil der neuen Gruppe vorgestellt werden. Das offizielle Debüt der Gruppe ist vorläufig für März 2023 geplant.

Die Castings, an denen diesmal nur Männer teilnehmen dürfen, sollen danach im japanischen Fernsehen und auf der Videoplattform Hulu ausgestrahlt werden.

Das Projekt basiert auf dem Erfolg von NiziU, einer neunköpfigen japanischen K-Pop-Girlgroup, die durch die Zusammenarbeit von JYP und Sony entstand. Die Band – bestehend aus den Mitgliedern Mako, Rio, Maya, Riku, Ayaka, Mayuka, Rima, Miihi und Nina – wurde von JYP trainiert und debütierte im Dezember 2020.

Wie üblich im K-Pop hat sich in relativ kurzer Zeit ein erfolgreiches Fandom aufgebaut. Vor kurzem führte die zweite Single der Band „Take a picture / Poppin‘ Shakin’“ die japanischen Musikcharts an.

Wie die ME-Autoren Madleen Kamrath und Daniel Koch feststellten, müssen K-Pop-Idole hart arbeiten und nach außen ein makelloses Bild abgeben. Sex und Drogen sind tabu, ein öffentliches Liebesleben meist ebenso, männliche wie weibliche Stars sind im außergewöhnlichen Maß den ohnehin fordernden Körperidealen und dem enormen Leistungsdruck der südkoreanischen Gesellschaft ausgesetzt. Die Produktionsfirmen steuern den Output ihrer Acts, kritische Berichterstattung gibt es kaum.


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