„Das ist ekelhaft“: Kesha wehrt sich gegen das Weiße Haus
Das Weiße Haus setzte Keshas Song „Blow“ für militärische TikTok-Videos ein – ohne zu fragen. Die Sängerin ist sauer.
Kesha hat sich öffentlich gegen die Verwendung ihres Songs „Blow“ durch das Weiße Haus ausgesprochen. Der 2011 veröffentlichte Titel wurde in einem TikTok-Video über offizielle Social-Media-Kanäle der US-Regierung eingesetzt.
In dem Clip waren militärische Aufnahmen von Kampfflugzeugen und Explosionen zu sehen. Nach Angaben der Pop-Sängerin erfolgte die Nutzung ohne ihre Zustimmung.
„Unmenschlich“
Kesha meldete sich über ihre Instagram-Story zu Wort. Dort schrieb sie, sie sei darüber informiert worden, dass ihre Musik zur Untermalung militärischer Bilder verwendet worden sei. Die Verbindung ihres Songs mit Kriegsszenen bezeichnete sie als „ekelhaft und unmenschlich“.
Sie stellte klar, dass sie einer solchen Verwendung nicht zugestimmt habe und ihre Musik nicht zur Förderung von Gewalt oder militärischer Rhetorik dienen dürfe. Stattdessen appellierte Kesha an ihre Fans, in schwierigen Zeiten Mitgefühl zu zeigen und Zusammenhalt zu stärken.
Reaktion aus dem Umfeld des Präsidenten
Die Kritik blieb nicht unbeantwortet. Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Präsidenten, reagierte ebenfalls über die Plattform X. In seinem Beitrag erklärte er, die öffentliche Empörung führe lediglich dazu, dass die betreffenden Videos zusätzliche Aufmerksamkeit erhielten. Seine Wortwahl fiel dabei deutlich aus und ließ erkennen, dass man die Kontroverse nicht als Problem, sondern als Teil einer aufmerksamkeitsstarken Kommunikationsstrategie verstehe. Die Reaktionen von Künstler:innen würden mehr Menschen dazu bewegen, sich die Clips anzusehen.
Hier seht ihr Keshas Story und wie Cheung darauf reagiert:
Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Keshas Vorwürfen oder der Frage einer möglichen Zustimmung erfolgte nicht.
Teil einer größeren Debatte
Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Auseinandersetzungen ein. Immer wieder protestieren Musiker:innen gegen die ungefragte Nutzung ihrer Songs in politischen oder wahlkampfnahen Kontexten. Dabei stehen sowohl urheberrechtliche Fragen als auch ethische Aspekte im Raum.
Zahlreiche Künstler:innen hatten sich bereits öffentlich gegen die Verwendung ihrer Musik im Zusammenhang mit Donald Trump ausgesprochen – zuletzt auch gegen die Nutzung ihrer Werke im Filmprojekt seiner Frau Melania Trump.






