Kurz & Live


Katy Perry, Hamburg, Große Freiheit

Es wäre leicht, sie wegen ihrer Pastorentochter-goes-Pseudo-Porno-Show zu hassen, von den Phallussymbolen auf der Bühne ein Riesen-Labello und eine Papp-Banane-und Sprüchen à la „I looove German sausages“ zu schweigen. Aber Katy Perry hat eine saugute Stimme, Gitarrenkenntnissc und Humor. Es gibt schlechtere Vorbilder für zwölfjährige Mädchen als eine Frau, die im zeltartigen Pluto-T-Shirt auf Boxentürme klettert, selbstironische Witze reißt und Queens „Don’t Stop Me Now“ covert – wirhätten’s vorher auch nicht geglaubt.

Who Made Who, München, Atomic Cafe

Nach der eher, äh, putzigen Performanz der Band-Inkarnation von Munk im Vorprogramm geht’s um Mitternacht zur Sache: Drei Dänen in Harlekin-Ponchos respektive Sumo-Windel (der Drummer) legen das alsbald willenlos däneende Atomic-Pubhkum ans Gängelband ihres live unglaublich effektiven funky Disco-Rock-Dings, aus dem immer wieder mal zusätzlich euphorisierende Hit-Spitzen herausragen. Wie ein mit allen Wassern gewaschenes DJ-Set, nur von lebenden, sympathischen, lustige?i Menschen handgespielt.