Labrinth löscht, postet, schweigt – und redet jetzt über „Euphoria“
Erst Wutpost, dann löschen, dann doch reden: Labrinth erklärt den „Euphoria“-Bruch – und widerspricht Sam Levinson direkt.
In den Wochen vor dem Release der neuen „Euphoria“-Staffel sorgte Musiker Labrinth bereits mit deutlichen Worten auf Instagram für Aufsehen. Damals kündigte er an, kein Teil der Serie mehr zu sein, und verabschiedete sich mit der Ansage: „Ich bin fertig mit dieser Industrie. Fick Columbia. Fick dich doppelt Euphoria. Ich bin raus.“
Nun legte der Künstler nach: In einem ausführlichen Interview mit dem Magazin „GQ“, sowie in einem inzwischen gelöschten Instagram-Post gewährte er neue Einblicke in die Hintergründe seines Ausstiegs.
Zwischen Selbstkritik und Klarstellung
Im Interview bezeichnet Labrinth seine damaligen Postings über „Euphoria“ selbst als „out of character“ und betont, dass er sich zuvor noch nie in dieser Form öffentlich geäußert habe. Zugleich stellte er klar, dass Hans Zimmer ihn nicht ersetzt habe – ursprünglich sei geplant gewesen, den Soundtrack gemeinsam zu realisieren.
Auf die Frage nach den Gründen für seinen Ausstieg antwortete Labrinth: „Es ist traurig, dass wir an diesen Punkt gelangt sind.“ Rückblickend erinnerte er sich daran, dass es in der ersten Staffel „keinerlei Erwartungen“ gegeben habe. Alles sei durch rohe Energie und die Vision von Sam Levinson entstanden – etwas, das er ihm auch weiterhin zugutehalte.
Dennoch räumte Labrinth ein, dass sich die Dynamik zwischen ihm und Levinson im Laufe der Zeit verändert habe. Beide seien irgendwann nicht mehr im kreativen Gleichgewicht gewesen, und er habe sich nicht mehr respektiert gefühlt. Zudem betonte er, dass Levinson genau wisse, warum er die Serie verlassen habe – im Gegensatz zu dessen Aussage bei der Premiere der dritten Staffel, bei der Levinson angab, die Gründe nicht zu kennen.
Unveröffentlichte Musik und mögliche Seitenhiebe
Gegen Ende des Gesprächs spielte Labrinth dem Journalisten mehrere neue Songs vor. Einer davon wurde als stark Western-inspiriert beschrieben; den präsentierte der Musiker laut „GQ“ mit einem frechen Lächeln. Dies könnte als subtile Anspielung darauf verstanden werden, dass er Levinsons kreative Ideen – insbesondere dessen Western-Fantasien – problemlos hätte umsetzen können.
Ein weiterer Song soll sich lyrisch mit dem Thema Sexarbeit beschäftigen. Sowohl Western-Ästhetik als auch das Thema Sexarbeit zählen zu den zentralen Motiven der neuen „Euphoria“-Staffel. Trotz der Präsentation dieser Stücke zeigte sich Labrinth überzeugt, die Songs nicht veröffentlichen zu wollen.
Neuer Instagram-Post wirft Fragen auf
Obwohl er seine früheren Social-Media-Ausbrüche als charakterfremd bezeichnet hatte, folgte kurz darauf der nächste Beitrag. In einem inzwischen gelöschten Post stellte er die Frage: „Ich sollte weiterhin jeden Euphoria-Sonntag einen Song veröffentlichen, richtig?“ Im Anschluss ergänzte er: „Und das Drama sowie die Leute, die mich jahrelang unterstützt haben, benutzen, um mehr Verkäufe zu generieren … Ja, das ist eine tolle Idee.“
Parallel zum ersten „Euphoria-Sonntag“ veröffentlichte Labrinth tatsächlich eine neue Single. Viele Fans interpretierten seine Worte dennoch als ironisch – nicht zuletzt im Kontext des Interviews. Spekuliert wird zudem, dass er es kritisch sieht, wenn sein neuer Song unter Edits der aktuellen Staffel verwendet wird.





