Late Of The Pier


Von Erol Alkan produziert, von Justice gesegnet: Elektropop aus Castle Donington.

Der Name kursiert seit einiger Zeit: Das englische Elektropop-Duo To My Boy hatte uns in einem Interview bereits Anfang 2OO7 von Late Of The Pier erzählt. Als Xavier von Justice kürzlich ins Schwärmen geriet, waren wir also vorgewarnt. „Wir haben das Album schon in London hören können“, berichtete er. „Einige Songs sind unglaublich. Letztendlich ist das elektronische Musik. Und alles klingt sehr produziert. Man fragt sich: Wie wollen die das live

machen ? Die müssten 25 Leute auf der Bühne haben. Ich hoffe, dass das groß wird.“ Die Hoffnung könnte erfüllt werden -der Band wird allein schon wegen des namhaften Produzenten viel Aufmerksamkeit zuteil werden: Der Londoner DJ, Indie- und Elektro-Producer Erol Alkan hat die Band aus ihrer Heimat Castle Donington in die Hauptstadt geholt, um mit ihnen synthielastige, beatgetriebene und bisweilen sonderbar zerhackte Popsongs aufzunehmen. Sam Potter, Elektro-Wizzard der Band, sieht Late Of The Pier als „Reaktion auf mittelmäßige, selbstgefällige Indie-Schmindie-Bands, deren Songs alle gleich klingen. Ich fand immer, dass moderne Musiker die Rolle von Wissenschaftlern einnehmen sollten sie zerlegen etwas und machen etwas Neues daraus. Aber die meisten Leute sind dafür zu faul.“ Late Of The Pier FANTASY BUCK CHANNEL (Parlophone/EMI) Albumkritik S.82