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Leonardo DiCaprio will Geld aus Korruptionsskandal zurückzahlen

Vor einigen Tagen berichteten wir darüber, dass Schweizer Umweltaktivisten den Schauspieler Leonardo DiCaprio dazu auffordern, seine Verstrickungen in einen Korruptionsskandal zu erklären. Oder von seinem Amt als UN-Friedensbotschafter zurückzutreten. Mitglieder des Bruno Manser Fonds protestierten aus diesem Grund vor der Premiere von DiCaprios Umweltschutz-Doku „Before the Flood in London“.

Die Gruppe, die sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzt, wirft DiCaprio vor, über zwei seiner Firmen Geld aus dem 1MDB-Fonds aus Malaysia erhalten zu haben. Das Geld aus dem Fond wurde aber unter kriminellen Umständen verteilt – dies kam 2015 ans Licht. Mindestens vier Milliarden Dollar des öffentlichen Geldes wurde illegal abgezweigt – mutmaßlich an Verwandte und Geschäftsfreude des Regierungschefs Malaysias.

Illegale Finanzierung von „The Wolf of Wall Street“

DiCaprio kommt bei dem Skandal über Umwege ins Spiel: Einer der Begünstigten des Skandals war Riz Aziz, ein Freund des Schauspielers. Und dessen Produktionsfirma war an dem Dreh von „The Wolf of Wall Street“ beteiligt. Es gilt als sicher, dass der Film mit Geld aus dem malaysischen Fonds, also mit gestohlenem Geld, finanziert wurde.

Protestbanner gegen DiCaprio in London.
Protestbanner gegen DiCaprio in London.

Des Weiteren soll die Leonardo DiCaprio Foundation, mit der der Oscar-Preisträger seit 1998 für Umweltschutz kämpft, Finanzspritzen aus dem Fonds erhalten haben. DiCaprio hat nun ein Statement abgegeben, in dem er der Justiz seine volle Unterstützung zusichert. Außerdem möchte der Schauspieler Summen, die aus dem Fonds in seine Projekte flossen, zurückerstatten. Das US-Justizministerium hat nachgewiesen, dass 61 Millionen Dollar aus dem Staatsfonds 1MDB illegalerweise in den Film „The Wolf of Wall Street“ geflossen sind. Zwei Millionen Dollar seien von Personen, die in den Korruptionsskandal verwickelt sein sollen, an DiCaprios Stiftung gespendet worden sein.

DiCaprio habe laut seinem nun veröffentlichten Statement Kontakt zum US-Justizministerium aufgenommen, um alle Details über die geflossenen Gelder zu erhalten und diese dann eventuell adäquat erstatten zu können. Von den Verstrickungen seiner Geschäftspartner habe er selbst nur aus den Medien erfahren, ließ er mitteilen. Der Schauspieler gilt als engagierter Umweltschützer, die Verwicklungen in den Skandal aus Malaysia drohen sein Image schwer zu beschädigen.

Und wir erwarten von ihm volle Transparenz über seine wirtschaftlichen Verflechtungen mit Riza Aziz, dem Stiefsohn des malaysischen Premierministers, und Jho Low, der Schlüsselfigur des 1MDB-Korruptionsskandals. Bruno Manser Fonds


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